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TV-Tipp: „Akte Grüninger“ setzt Paul Grüninger ein Denkmal

Akte grüninger
Foto: ZDF/SRF/Nikkol Rot

Die Geschichten von Oskar Schindler oder John Rabe sind bekannt – und wurden in gleichfalls bekannte Filme verwandelt. Doch den Namen Paul Grüninger hört man vergleichsweise selten. Dabei hat der Schweizer wie die beiden anderen Männer viel dafür getan, Geflüchtete vor den Nazis zu retten. Das Drama „Akte Grüninger“ von Alain Gsponer setzt ihm ein Denkmal. 3sat zeigt den Film nicht ohne Grund gerade jetzt: Am 22. Februar hat sich Grüningers Todestag zum 50. Mal gejährt.

Das Jahr ist 1939, wenige Monate vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Die Schweiz hat schon vor längerer Zeit ihre Grenzen geschlossen. Und doch gelangen immer noch geflüchtete Menschen ins Kanton St. Gallen – vornehmlich aus Österreich und Deutschland. Die Eidgenössische Fremdenpolizei schickt den jungen Inspektor Robert Frei ins Rheintal, um den Grund herauszufinden. Bald nach seiner Ankunft wächst ein Verdacht in ihm: Es gibt in St. Gallen ein geheimes Hilfssystem für Geflüchtete, das von der Bevölkerung stillschweigend unterstützt wird. Hauptverantwortlich ist Kantonspolizei-Kommandant Paul Grüninger, der den Hilfesuchenden falsche Visa verschafft, die auf die Zeit vor der Grenzschließung datiert sind – und ihnen so den eigentlich illegalen Grenzübertritt ermöglicht. So hat er schon mehrere hundert Menschen gerettet.

Frei staunt nicht schlecht, als er Grüninger mit seinem Verdacht konfrontiert. Der streitet die Anschuldigungen nicht nur nicht ab, sondern erklärt freimütig, er habe keine andere Wahl. Der junge Inspektor sieht sich hin- und hergerissen zwischen seiner Loyalität zum Staat und Grüningers Appell an die Menschlichkeit …

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