FILM

TV-Tipp: Bittersüße Tragikomödie „Renn, wenn du kannst“ von den Brüggemanns

Renn,wenn du kannst
Bild: SWR/WüsteFilm/Tom TRAMBOW

Dietrich und Anna Brüggemann pflegen einen sehr speziellen Humor, der auch ihren gemeinsam geschriebenen Film „Renn, wenn du kannst“ durchzieht. Ben (Robert Gwisdek), der seit einem Unfall im Rollstuhl sitzt, und sein neuer Zivi Christian (Jacob Matschenz) verlieben sich in dieselbe Frau. Obendrein ist die Cellistin Annika (Anna Brüggemann) unentschlossen, knutscht zuerst mit Christian und landet dann mit Ben im Bett. Die emotionalen Verwirrungen stellen die Freundschaft der drei auf eine harte Probe …

Regisseur Dietrich Brüggemann nutzt die Dreiecksgeschichte gekonnt und zeigt fernab aller Klischees auf, mit welchen Herausforderungen ein Rollstuhlfahrer konfrontiert wird. Obwohl der Film das überwiegend in realitätsnahen Bildern tut, scheut er nicht davor zurück, auch mal ins Träumerische abzudriften. Robert Gwisdek legt dabei einen bösen Sarkasmus an den Tag, der Lachen und Beklemmung provoziert. So ist „Renn, wenn du kannst“ eine Tragikomödie von seltener Qualität, die von Respekt und Selbstachtung, von Freundschaft und Liebe erzählt. Davon bitte mehr. (jul)

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