FILM

TV-Tipp: „Bone Tomahawk“ ist ein Adrenalinkick für den Western

Vor ein paar Jahrzehnten sah es so aus, als wäre der Western tot. Das uramerikanische Filmgenre war einfach zu verstaubt, zu überholt. Doch immer wieder finden Filmemacher:innen Wege, dem Western neues Leben einzuhauchen. 2015 etwa hat Quentin Tarantino mit „The hateful Eight“ schon den zweiten Film in diesem Genre gedreht, mit Kurt Russell in einer zentralen Rolle. Doch für Russell war das nur einer von zwei Neowestern, an denen er in diesem Jahr mitgewirkt hat. Und der andere ist noch spannender, adrenalingetränkter und blutiger als Tarantinos Film: „Bone Tomahawk“ ist nichts für schwache Nerven.

S. Craig Zahlers Regiedebüt beginnt recht konventionell. In einer Kleinstadt im Wilden Westen taucht ein Fremder auf, der schnell mit der Bevölkerung aneinander gerät. Zum Ausnüchtern sperrt ihn Sheriff Franklin Hunt (Russell) erst mal ins Gefängnis. Doch am nächsten Morgen ist der Fremde spurlos verschwunden. Bald ist klar: Ein Stamm von Kannibalen hat ihn entführt. Und dabei auch gleich noch die Frau von Arthur (Patrick Wilson) mitgenommen. Zusammen mit zwei weiteren Männern brechen Arthur und der Sheriff zu einer Rettungsmission auf. Doch auf die Gewalt, die sie erwartet, sind sie nicht vorbereitet – genauso wenig wie das Publikum. Spätestens, als die vier Helden die Höhle der Entführer erreichen, ist „Bone Tomahawk“ kein Western mehr, sondern vielmehr ein Horrorfilm. Mit dieser unkonventionellen Mischung hat Zahler dem Genre neues Lebensblut eingeflößt.

„Bone Tomahawk“ läuft um 23 Uhr auf Tele 5.

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