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TV-Tipp: „China: Das Drama der Uiguren“

China das Drama der Uiguren
Foto: Découpages/YUZU Productions

Aktuell finden die Olympischen Winterspiele in Beijing statt. Viele Länder allerdings weigern sich, diplomatische Vertreter:innen dorthin zu schicken, darunter die USA. Auch die deutsche Sportministerin Nancy Faeser bleibt der Veranstaltung fern. Ein Grund ist der Umgang der chinesischen Regierung mit der Ethnie der Uiguren – eine der großen Krisen unserer Zeit. Menschenrechtsverletzungen sind an der Tagesordnung, manche sprechen von einem stillen Völkermord.

Und doch hat es lange gedauert, bis die internationale Gemeinschaft reagiert hat. Die neue Dokumentation „China: Das Drama der Uiguren“ wirft ein Licht auf die Region Xinjiang, in der die chinesische Regierung erbarmungslos gegen die uigurische Kultur vorgeht.

Obwohl die Region Xinjiang nominell autonom ist, hat die Regierung schon 2014 begonnen, ihre Kontrolle dort immer mehr zu verstärken. Offiziell geht es darum, islamistischen Terror und Armut zu bekämpfen. Fast die Hälfte der Einwohner:innen von Xinjiang gehört der turksprachigen, vorwiegend muslimischen Ethnie der Uiguren an. Beijing will ihre Kultur zerstören und die Uiguren vollständig assimilieren. Dazu nutzt sie Umerziehungslager, Masseninternierungen und Folter. Frauen werden zur Verhütung oder Abtreibung gezwungen.

In der Doku kommen nicht nur chinesische und internationale Historiker:innen und Expert:innen zu Wort, sondern auch betroffene Uiguren. Darunter ist Omar Bekali (Foto), der als der erste Mensch gilt, der offen über die Zustände in den Konzentrationslagern spricht. Er wurde dort 2017 festgehalten, isoliert und gefoltert. Seit seiner Freilassung nach Kasachstan setzt er sich dafür ein, die internationale Gemeinschaft über den Genozid an den Uiguren aufzuklären.

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