FILM

TV-Tipp: „Der Glanz des Unsichtbaren“

Der Glanz des Unsichtbaren
Bild: WDR/Piffl Medien

Krankheit, Rassismus, soziale Verwerfungen: Man kann nicht behaupten, dass französische Feelgoodkomödien sich vor den harten Themen drücken würden. Ob Filme wie „Monsieur Claude und seine Töchter“ dafür immer den richtigen Ton treffen, ist eine andere Frage, sicher ist aber: Ein Bewusstsein für Problemlagen ist bei den Filmschaffenden des Nachbarlandes vorhanden.

Louis-Julien Petit lenkt mit „Der Glanz der Unsichtbaren“ den Blick auf eine Gruppe obdachloser Frauen, die in einer nordfranzösischen Tagesstätte eine Art Heimat gefunden haben. Allein: Die Fürsorgebürokratie verlangt nach Effizienz. Weil nur ein Bruchteil der Frauen den Weg zurück ins bürgerliche Leben findet, droht die Schließung der Einrichtung, und dass die Betreuerinnen selbst ihre Päckchen zu tragen haben, macht es auch nicht leichter …

Regisseur Louis-Julien Petit bleibt über lange Strecken nah an seinen Protagonistinnen, fast dokumentarisch genau beschreibt er den Alltag am Rande der Gesellschaft – und wenn mal ein Lacher kommt, dann ist der stimmig aus der Geschichte heraus entwickelt.

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