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TV-Tipp: „Der Sturm aufs Kapitol – Ein amerikanisches Trauma“

Sturm aufs Kapitol
Foto: ZDF

Der Putschversuch der Trump-Anhänger:innen am 6. Januar 2021 ist in die Geschichte eingegangen – als Tiefpunkt der US-Demokratie. Unser Filmtipp

Vor einem Jahr, am 6. Januar 2021, hat sich die Geschichte der US-Demokratie verändert. Tausende Aufständische sind aus dem ganzen Land nach Washington gereist, nachdem sie sich vorher in den sozialen Medien abgesprochen hatten. Sie waren konservativ, rechtsextrem, teils fundamentalistische Christ:innen, viele waren bewaffnet. Ihr Ziel: Den Amtsantritt des gewählten Präsidenten Joe Biden zu verhindern, da sie auf die Verschwörungstheorie hereingefallen waren, nach der die Wahlergebnisse gefälscht waren.

Mehrere hundert der Protestierenden sind ins Kongressgebäude, das Kapitol, eingedrungen, wo sie die anwesenden Politiker:innen bedroht und Gegenstände zerstört haben. Das Sicherheitspersonal hatte ihnen wenig entgegenzusetzen. Am Ende waren fünf Menschen tot, zahlreiche weitere verletzt. Der Sturm aufs Kapitol wird heute allgemein als Putschversuch betrachtet, als direkter Angriff auf die Demokratie. Ein schockierendes Ereignis – und doch für viele Beobachter:innen keine Überraschung. Wie konnte es soweit kommen? Und was bedeutet das für die Zukunft der USA?

Ein Jahr später schaut die Dokumentation „Der Sturm aufs Kapitol – Ein amerikanisches Trauma“ auf die Ereignisse zurück, die im Internet weltweit live miterlebt werden konnten. Sie befragt die betroffenen Politiker:innen, die Sicherheitskräfte, die Journalist:innen. Aber auch die Täter:innen selbst kommen zu Wort.

Doch der Film blickt auch in die Zukunft. Er schildert die Aufarbeitung nach dem Putschversuch, das zweite Amtsenthebungsverfahren gegen Trump, das scheitert wie das erste. Viele Angreifer:innen konnten seither identifiziert und teilweise verurteilt werden. Die politische Kultur im Land wurde vom Sturm für immer gezeichnet. Doch die Republikanische Partei steht weiterhin hinter ihrem Kandidaten, der wahrscheinlich zur nächsten Wahl wieder antreten wird …

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