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TV-Tipp: „Der unverhoffte Charme des Geldes“

Der unverhoffte Charme des Geldes
Bild: © Cinémaginaire Inc./FilmTDA Inc.

Geld regiert die Welt. Sehr zum Leidwesen des studierten Philosophen Pierre Paul (Alexandre Landry), der seine Brötchen als Paketbote im kanadischen Montreal verdient. Als er eines Tages durch Zufall in einen Raubüberfall hineinschlittert und ihm plötzlich zwei Taschen voller Bargeld vor die Füße fallen, wird der überzeugte Antikapitalist zum ersten Mal schwach. Da er nicht weiß, wie er die entwendete Kohle sicher verstecken soll, nimmt er schon bald die Hilfe der Escortdame Camille (Maripier Morin) und des gerade aus dem Knast entlassenen Motorradrockers Sylvain (Rémy Girard) in Anspruch…

Mit seiner neuen Regiearbeit wagt Denys Arcand („Die Invasion der Barbaren“) den Spagat zwischen leichtfüßiger Räuberpistole und Kritik am auf Gewinnmaximierung ausgerichteten System. Doch läuft die zuweilen ins Märchenhafte abdriftende und mit diversen Zufällen gespickte Handlung allzu reibungslos ab, um echte Spannung zu erzeugen. Am Unterhaltungswert kratzt außerdem der belehrend-dozierende Gestus des Films; er legt seinen Figuren vor allem gegen Ende arg plakative Seitenhiebe und Kommentare über die gesellschaftlichen Verhältnisse in den Mund. cd

„Der unverhoffte Charme des Geldes“ läuft um 20.15 Uhr bei arte.

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