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TV-Tipp: „Die Ehre der Familie“ auf Arte

Die Ehre der Familie
© Itv Global Entertainment Limited

2006 wurde Banaz Mahmoud von ihrem Freund als vermisst gemeldet. Bald war klar, dass ihre Familie mehr weiß, als sie zugibt.

„Die Ehre der Familie“ beruht auf einer wahren Geschichte: Im Jahr 2006 ist die Kurdin Banaz Mahmoud einem sogenannten „Ehrenmord“ zum Opfer gefallen. Das britische Drama erzählt den Fall nach – aus der Perspektive der Ermittlerin Caroline Goode, die bei den Dreharbeiten als Beraterin fungiert hat.

Banaz Mahmouds Tod ist nicht nur die Geschichte eines Verbrechens und einer Familientragödie, sondern auch eines polizeilichen Versagens. Der Film setzt ein, als die 20-Jährige aus Südlondon bereits vermisst wird. Ihr Freund Rahmat Sulemani hat dies bei der Polizei gemeldet. Doch als Detective Inspector Caroline Goode (Keeley Hawes) mit Banaz’ Familie spricht, gibt die sich seltsam ungerührt. Ihre Eltern behaupten, sie wäre öfter für mehrere Tage verschwunden, sie wüssten nicht, wo sie sein könnte. Doch die Polizei deckt auf: Banaz hatte Streit mit ihrer Familie, weil sie ihren gewalttätigen Mann verlassen und eine Beziehung mit Rahmat begonnen hatte. In den Augen ihrer Eltern eine Schande.

Schon mehrmals hatte Banaz Mahmoud versucht, sich bei der Polizei Hilfe zu holen. Sechs Wochen vor ihrem Verschwinden hat sie gar eine Liste mit Namen an eine Wache geschickt. Darauf: Männer, denen sie zutraute, sie umbringen zu wollen. Doch es wurde nichts unternommen. Jetzt beginnt Goode nach und nach zu zweifeln, ob es sich um einen Vermisstenfall handelt – oder längst um einen Mordfall …

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