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TV-Tipp: „Die Frau am Strand“ – Schuld und Amnesie

Die Frau am Strand
Bild: NDR/ARD Degeto/Hardy Spitz

Amnesie, auch bekannt als Gedächtnisverlust: Oft findet man sie in unrealistischen Thrillern oder überzogenen Seifenopern. Doch „Die Frau am Strand“ findet einen weitaus erwachseneren Umgang mit dem Phänomen und macht sie zum Ausgangspunkt eines Mutter-Tochter-Dramas. Hier ist es Brigitta (Katja Flint), die nach einem Autounfall in einem norwegischen Fjord ihr Gedächtnis verliert. Ihr Arzt offenbart ihr, dass sie eine 16-jährige Tochter namens Marie (Michelle Barthel) hat, doch der Kontakt war vor Jahren abgebrochen. Heute lebt Marie bei einer Pflegefamilie.

Mithilfe von Marie und ihrer Pflegemutter Wibeke (Marie-Lou Sellem) will Brigitta ihre Erinnerungen zurückgewinnen. Also reisen sie in das alte Strandhaus der Familie. Doch dort offenbaren sich alte Konflikte zwischen Mutter und Tochter. Was hat Marie damals getrieben, sich von Brigitta zu lösen? Was hat ihr Ex-Mann Kurt (August Zirner) damit zu tun? Und war der Unfall wirklich ein Unfall – oder gibt es einen bestimmten Grund dafür, dass am Ort des Unglücks keine Bremsspuren gefunden wurden?

Während Wibeke versucht, Brigitta und Marie bei der Annäherung zu helfen, fällt es den beiden schwer, nicht wieder alte Wunden aufzureißen. Zuletzt zweifelt Marie sogar daran, dass ihre Mutter ihr Gedächtnis überhaupt verloren hat: Immerhin könnte eine vorgetäuschte Amnesie der perfekte Weg sein, der eigenen Schuld zu entkommen …

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