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TV-Tipp: „Die Spaziergängerin von Sans-Souci“ – Romy Schneiders letzter Film

Die Spaziergängerin von Sans-Souci
© CCC Filmkunst/Elephant Production/Films A2 S.A. (TF1)

Als „Die Spaziergängerin von Sans-Souci“ 1982 in deutschen Kinos lief, war Schauspiellegende Romy Schneider bereits verstorben. Das historische Drama ist ihr letzter Film – und einer, der ihr besonders viel abverlangt hat. Denn Schneider spielt darin eine Doppelrolle in zwei verschiedenen Zeitaltern. Zum einen ist sie Lina Baumstein, die in Paris mit ihrem Mann Max (Michel Piccoli) eine glückliche Ehe führt. Da begeht Max, der Präsident einer Hilfsorganisation, völlig unerwartet ein Attentat: Er erschießt einen Diplomaten aus Paraguay und wird sofort festgenommen. Lina fällt aus allen Wolken: Was könnte Max zu dem Mord bewogen haben?

Im Gefängnis erzählt ihr Max die Geschichte, die weit in die deutsche Vergangenheit reicht. Als jüdischer Junge wurde er in den 30er-Jahren von dem Ehepaar Wiener vor den Nazis gerettet und nach Paris gebracht. Besonders mit seiner Ziehmutter Elsa Wiener (ebenfalls gespielt von Romy Schneider) verband ihn eine innige Beziehung. Doch Elsas Mann Michel (Helmut Griem) gelang die Flucht nicht, er wurde ins KZ gebracht. Um Geld zu verdienen, musste Elsa in einem Cabaret auftreten. Dort trat sie auf Ruppert von Leggaert, den Max viele Jahrzehnte später ermorden würde …

Mit „Sissi“ hat „Die Spaziergängerin von Sans-Souci“  nicht mehr viel gemein, vielmehr ist der Film Teil von Schneiders anspruchsvollerem Alterswerk. Durch ihre einmalige Doppelrolle gilt ihre schauspielerische Leistung bis heute als ein Höhepunkt ihrer Karriere.

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