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TV-Tipp: „Die Ungewollten – Die Irrfahrt der St. Louis“

1939: Kapitän Schröders (Ulrich Noethen) Schiff verlässt Deutschland mit fast 1 000 jüdischen Geflüchteten an Bord. Doch Entkommen ist nicht so einfach …

Die Ungewollten
Foto: © NDR/ARD Degeto/David Dollmann

Die Irrfahrt der MS St. Louis ist heute eine der bekannteren Geschichten aus dem Kontext des 2. Weltkriegs. Das Dokudrama „Die Ungewollten“ fängt sie in spielfilmhafter Manier ein, lässt aber zugleich auch Zeitzeugen zu Wort kommen. So erfasst sie der Film die emotionale Komponente der Geschichte, ohne zu dramatisieren.

Das Jahr ist 1939, und die MS St. Louis verlässt den Hamburger Hafen. An Bord sind 900 Passagiere, fast alles deutsche Juden. Sie wollen dem NS-Regime entkommen, haben dazu Touristenvisa erstanden. Kapitän Gustav Schröder (Ulrich Noethen) hat sich bereiterklärt, die Fahrt zu übernehmen, obwohl Teile seiner Crew, selbst Nazis, das gar nicht gern sehen. Für die jüdischen Familien zählt nur die Flucht. Darunter sind etwa Martha Stern und ihr Sohn Leo, die ihren Mann bzw. Vater Walter auf Kuba treffen wollen.

Doch die Ankunft in der Karibik bringt eine böse Überraschung mit sich. Die Visa sind nicht länger gültig, die Einreise nach Kuba wird verweigert. Kapitän Schröder beschließt, nach Norden zu fahren. Doch weder in den USA noch in Kanada dürfen die Passagiere von Bord gehen. Nicht einmal ein persönlicher Appell des Kapitäns an Präsident Roosevelt kann ihn umstimmen. Und so irrt die St. Louis immer weiter, während die Stimmung an Bord in Verzweiflung übergeht …

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