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TV-Tipp: Doku-Dreiteiler „America First – Bilanz einer Amtszeit“

America first – Bilanz einer Amtszeit
Foto: Jesco Denzel/Getty Images

Es war wohl der eine Slogan, mit dem Donald Trump seine Pläne als Präsident besser auf den Punkt gebracht hat als irgendwie sonst: „America first!“ Endlich, so das Versprechen des ehemaligen Staatsoberhaupts der USA, geht es wieder vor allem um das eigene Land. Internationale Verbündete, Handelspartner und Nachbarländer haben das Nachsehen. Aber natürlich hat Trump nur die wenigsten seiner vielen Wahlversprechen in die Tat umsetzen können – wie war das noch mal mit „Build the Wall!“ und „Lock her up!“? Die dreiteilige Dokumentation „America First – Bilanz einer Amtszeit“ untersucht darum die Frage, welche Auswirkungen Trumps Außenpolitik tatsächlich gehabt hat.

Jeder der drei Teile, die nacheinander ausgestrahlt werden, konzentriert sich dabei auf eine andere geografische Region und Donald Trumps Umgang mit ihr. Der erste Teil „Europa muss zahlen“ beginnt mit Trumps Amtsantritt. Von Anfang an ist der neue Präsident seinen Verbündeten auf der anderen Seite des Atlantiks mit Feindschaft begegnet. So hat er das Pariser Klimaabkommen gefährdet und die NATO in die größte Krise ihrer Geschichte gestürzt. Während er die Staatsoberhäupter von Frankreich oder dem Vereinigten Königreich vor den Kopf stößt, hat er für Wladimir Putin nur Wohlwollen übrig. Der Film zeigt Augenzeugenberichte, Interviews mit Mitarbeiter*innen Trumps und Expert*innen. Dabei wird klar: Trump behandelte die Diplomatie wie ein Geschäft.

Trump kündigt Abkommen auf und zettelt Handelskriege an

Im zweiten Teil, „Unser Feind im Nahen Osten“, geht es um Trumps chaotische Nahostpolitik. So verlegt er die US-Botschaft in Israel nach Jerusalem und sorgt später für ein Abkommen zwischen Israel und den Emiraten, interessiert sich anscheinend aber nicht für die Palästinenser*innen. Er kündigt außerdem das Atomabkommen mit dem Iran und zieht die US-Truppen aus Syrien zurück, womit er die kurdischen Rebell*innen im Stich lässt. Gleichzeitig ist er wütend auf den syrischen Diktator Assad und würde ihn am liebsten umbringen lassen.

Zuletzt beschäftigt sich der dritte Teil, „China überholt uns nicht“, mit Trumps Politik in Ostasien. Nordkorea will der Präsident seinen Willen aufzwingen, riskiert aber durch seine diplomatische Unfähigkeit den Atomkrieg. Doch Trumps wahre Aufmerksamkeit gilt China. So beginnt er einerseits einen Handelskrieg mit der Volksrepublik, biedert sich aber zugleich dem Diktator Xi Jinping an und lobt ihn für dessen Konzentrationslager in Xinjiang. Er wünscht sich ein Abkommen, dass an dem Tag unterzeichnet wird, an dem der Sicherheitsrat erstmals über das mysteriöse Virus berät, das gerade in Wuhan entdeckt wurde …

„America First – Bilanz einer Amtszeit“ läuft um 20.15 Uhr, 21.15 Uhr und 22.15 Uhr auf arte.

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