FILM

TV-Tipp: „Es geschah am hellichten Tag“

Es geschah am hellichten Tag
Foto: Praesens-Film AG

Der Landstreicher Jacquier (Michel Simon) findet im Wald die Leiche eines kleinen Mädchens. Als er die Polizei verständigt, hält die den Fall schon für abgeschlossen – Jacquier selbst soll der Täter sein. Unter Druck gesteht der Hausierer und bringt sich kurz darauf in seiner Zelle um. Aber Kommissar Matthäi (Heinz Rühmann) zweifelt an seiner Schuld. Er glaubt, der Mord stehe in Verbindung mit zwei weiteren Kindern, die zuvor zu Tode gekommen sind. Auf eigene Faust ermittelt er weiter und fasst einen radikalen Plan: Er will Annemarie, die Tochter seiner Haushälterin, als Lockvogel verwenden. Und tatsächlich begegnet die kurz darauf im Wald dem Geschäftsmann Albert Schrott (Gert Fröbe) …

Das Drehbuch für „Es geschah am hellichten Tag“ (1958) hat Hans Jacoby verfasst, der oft mit Heinz Rühmann gearbeitet hat. Die Story und Vorlage stammt vom Schriftsteller Friedrich Dürrenmatt. Es war der erste deutsche Spielfilm des ungarischen Regisseurs Ladislao Vajda. Dürrenmatt war jedoch unzufrieden mit dem Ende des Films, das ihm zu hoffnungsvoll war. Daher schrieb er später mit „Das Versprechen“ seine eigene Version der Geschichte, die er als „Requiem auf den Kriminalroman“ bezeichnete. Hier verliert der Kommissar aufgrund der erfolglosen Fahndung den Verstand. 2001 hat Sean Penn den Roman in die USA verlegt und mit Jack Nicholson in der Hauptrolle verfilmt.

„Es geschah am hellichten Tag“ läuft um 20.15 auf arte.

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