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TV-Tipp: „Friends with Money“ mit Jennifer Aniston

Friends with Money
Foto: ZDF/Sony

Jennifer Aniston? „Friends“? Da klingelt doch was! Aber es geht hier nicht um die Sitcom, die die Schauspielerin eins weltberühmt gemacht hat. Stattdessen ist „Friends with Money“ ein überraschend subtiler Film. Drei Paare, eine Single-Freundin, ein Fitnesstrainer, ein Rentier und das Leben. Das ist alles.

Dieser Film stellt eine überzeugende Rückbesinnung zum Realismus dar: Es wird keine große Geschichte erzählt. Stattdessen führt Regisseurin Nicole Holofcener einen Ausschnitt aus dem Leben von vier Frauen vor. Olivia (Jennifer Aniston) und ihre Freundinnen sind an einem Punkt in ihrem Leben angekommen, an dem nicht mehr viel passieren wird. Sie fragen sich, ob sie mit ihrem Leben wirklich glücklich sind.

„Friends with Money“ ist ein unaufgeregt bebildertes Drama – und zugleich eine erheiternde Komödie. Die Vermischung der beiden Genres funktioniert aufgrund brillanter Darsteller, allen voran Oscarpreisträgerin Frances McDormand („Nomadland“). Das Ergebnis reicht zwar nicht an Robert Altmans „Short Cuts“ von 1993 heran – ist aber realistischer und allemal tief schürfender und unterhaltsamer als etwa „Desperate Housewives“.

Text: Jörg A. Noll

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