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TV-Tipp: „Gut gegen Nordwind“ mit Nora Tschirner

Emmi und Leo beginnen wegen einer falsch verschickten Mail eine digitale Brieffreundschaft – aus der bald deutlich mehr wird.

Gut gegen Nordwind
Foto: ZDF/Tom Trambow, Anne Wilk

Was ein falscher Buchstabe in der Mailadresse so alles bewirken kann: Emma (Nora Tschirner) und Leo (Alexander Fehling) beginnen nach einer banalen Verwechslung in der Adresszeile eine digitale platonische Beziehung. Da sie sonst nichts von sich wissen, erzählen sie sich all das, was sie niemand anderem je anvertraut haben. Nicht zuletzt die Tatsache, dass beiden im Leben die Leidenschaft abhandengekommen ist, Leo, dem Single, genau wie Emma, der Frau eines Stardirigenten mit zwei Stiefkindern. Die Vernunft würde gebieten, dass es beide bei der E-Mail-Freundschaft belassen und sich nicht im wirklichen Leben begegnen. Aber dann würde natürlich keine wunderbare Romanze dabei herauskommen …

Vanessa Jopp hat Daniel Glattauers Bestseller so gelungen fürs Kino adaptiert, dass die Künstlichkeit der Versuchsanordnung überhaupt nicht mehr ins Gewicht fällt – in der Kinofassung ist selbst das olle Köln bei Nacht ein überirdisch schönes La La Land. Aber das wichtigste Argument für „Gut gegen Nordwind“ ist Nora Tschirner, deren komödiantisches Talent außer Frage steht. Hier zeigt sie, dass sie auch ihrer ersten großen emotionalen Kinorolle gewachsen ist.

Rolf von der Reith

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