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„Jarhead – Willkommen im Dreck“ bei ZDFneo

Still aus "Jarhead": Anthony Swofford (Jake Gyllenaal) ist in der Nahaufnahme zu sehen. Er hat sich nach vorn gebeugt und trägt nichts außer einer Weihnachtsmütze. Er blickt ins Leere.
Bild: ZDF/François Duhamel

Als Marine fliegt Anthony Swofford im Golfkrieg nach Kuwait, um gegen Saddam Husseins Armee zu kämpfen. Doch seine Ideale verfliegen schnell …

Auf das Grauen und die Schrecken des Krieges können selbst unerfahrene Soldaten vorbereitet sein. Aber was ist mit der Langeweile? Was, wenn man als junger Mann in ein fremdes Land fliegt, um dort zu töten – und dann passiert einfach: nichts? Genau in dieser Situation findet sich Anthony Swofford (Jake Gyllenhaal) in „Jarhead – Willkommen im Dreck“.

Als Marine und Scharfschütze wird der junge Mann Anfang der 90er auf die Arabische Halbinsel geschickt. Dort ist gerade der Golfkrieg ausgebrochen, Swofford und sein Team sollen gegen die Truppen von Saddam Hussein kämpfen. Doch es kommt zu keinen Kämpfen. Stattdessen sitzen die jungen Männer in der Wüste herum, müssen hartes Training über sich ergehen lassen und irgendwie die Zeit totschlagen. Denn längst wird der Krieg nicht mehr mit Gewehren, sondern vor allem mit Bomben ausgefochten, die aus der Ferne gesteuert werden. Gegnerische Soldaten bekommen Swofford und seine Freunde kaum zu Gesicht. Inmitten der Hitze und der grausamen Behandlung durch die Vorgesetzten wird ihnen immer klarer, dass ihre Anwesenheit in dem fremden Land so sinnlos wie absurd ist.

Mit „Jarhead“ hat Regisseur Sam Mendes einen unkonventionellen Kriegsfilm gedreht, der auf den wahren Erinnerungen eines Marine basiert. Im Zentrum steht hier weder die Aufregung des Krieges, noch dessen moralischer Status. Vielmehr beschränkt sich der Blickwinkel ganz auf einen einzelnen Soldaten, der am Ende seines Einsatzes feststellen muss, dass er nicht eine Kugel abgefeuert hat …