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TV-Tipp: Klassisches Gangsterepos „Vier im roten Kreis“

Vier im roten Kreis
Bild: Studiocanal/Andre Perlstein

Der Franzose Jean-Pierre Melville gilt als ein Pionier des Neo-Noir und eine der größten europäischen Ikonen des Gangsterkinos. Mit „Vier im roten Kreis“ hat er 1970 einen Heist-Film gedreht, der allgemein als sein bestes Werk angesehen wird.

Die Handlung ist denkbar einfach: Gangster Corey (Alain Delon) kommt aus dem Gefängnis frei. Doch der Einbrecherkönig ist alles andere als geläutert. Schon jetzt plant er den nächsten Coup: einen Raub in einem exklusiven Pariser Juweliergeschäft. Als Verbündeten kann er den entflohenen Häftling Vogel gewinnen, dem der Kommissar Mattei dicht auf den Fersen ist. Mit der Rekrutierung des ehemaligen Polizisten Jansen, der das Schloss des Ladens öffnen kann, ist das Trio komplett. Doch während sich Corey, Vogel und Jansen auf ihren Coup vorbereiten, zieht Mattei das Netz um Vogel immer enger – und droht damit, auch den Diebstahl zu verhindern …

„Vier im roten Kreis“ ist heute für die für Melville typische, melancholische Atmosphäre ebenso berühmt wie für die zentrale Einbruchszene, in der fast eine halbe Stunde lang kein Wort gesprochen wird. Der Regisseur hatte bereits drei Jahre zuvor mit dem Hauptdarsteller Alain Delon gearbeitet; sie hatten gemeinsam den Klassiker „Der eiskalte Engel“ gedreht. Beide Filme verbindet auch Melvilles sorgloser Umgang mit Referenzen: Am Anfang steht jeweils ein Zitat, das den Titel des Films erklären soll. Im Falle von „Vier im roten Kreis“ wird dieses dem Buddha Siddharta Gautama zugeschrieben. Allerdings hat Melville sich beide Zitate einfach ausgedacht.

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