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TV-Tipp: „La Gomera“ auf Arte

La Gomera
Foto: Vlad Cioplea

El Silbo ist eine Pfeifsprache, die ausschließlich auf der kanarischen Insel La Gomera verwendet wird. Cristi kommt auf die Insel, um diese Sprache zu lernen – der korrupte rumänische Polizist soll so helfen, einen in Bukarest verhafteten Kriminellen freizubekommen. Allerdings sind die Polizeikollegen Cristi auf den Fersen, und der Verhaftete hatte vor, die Mafia über den Tisch zu ziehen, weswegen diese Rache will. Und dann ist Cristi auch noch verliebt …

Wenn man sich nur die Handlung anschaut, dann ist Corneliu Porumboius „La Gomera“ eine Räuberpistole, die eine abstruse Thrillerhandlung zwischen Spanien, Rumänien und mit einer extrem übertriebenen Schlussvolte Singapur spinnt. Aber Porumboiu wäre nicht einer der interessantesten europäischen Filmemacher der Gegenwart, würde er seinen Krimi nicht weit über die Genrekonvention hinaus entwickeln.

„La Gomera“ ist entsprechend auch eine linguistische Studie, die die eigentümliche Pfeifsprache der Gomeros mit den Sprachmitteln des Films kurzschließt. Und da eröffnen sich nahezu im Minutentakt Querverweise zu anderen Filmen – diese zu decodieren, ist ein cineastisches Vergnügen, das das Schauen schon alleine lohnt. Darüber hinaus ist „La Gomera“ in seiner Hardboiled-Anmutung allerdings auch hochspannend.

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