FILM

TV-Tipp: Matt Damon macht sich klein in „Downsizing“

Downsizing
Foto: 2017 Paramount Pictures. All Rights Reserved. / George Kraychyk

Die Ausgangsprämise im Alexander Paynes neuem Film ist so originell, so detailliert weitergedacht und zudem so atemberaubend umsetzt, dass der Zuschauer immer wieder aufs Neue in Staunen versetzt wird. Wenn die Ressourcen der Erde zur Ende gehen, müssen die Menschen eben kleiner werden. Ein norwegisches Forscherteam hat das möglich gemacht und schon entstehenden die ersten Kolonien für die auf 12 Zentimeter geschrumpften Mitmenschen. Selbst ein Mann mit schmalem Vermögen wie der Physiotherapeut Paul Safranek (Matt Damon) kann in diesen perfekten Städten á la „Truman Show“ wie ein Millionär in einer Luxusvilla leben.

Doch die großen Menschheitsprobleme bleiben deshalb keineswegs jenseits der schützenden Glaskuppel. Ein windiger Unterweltkönig (Christoph Waltz) feiert die Abgründe des Kapitalismus, Arbeitsmigranten darben in notdürftig aus Müll gezimmerten Unterkünften und die groß gebliebenen Menschen neiden den kleinen deren sorgloses Leben.

Im letzten Drittel verhandelt Payne („Sideways“) dann leider zu viele globale Themen auf zu kleinem Raum und verliert dadurch den erzählerischen Fokus. Die perfekte Science-Fiction- und Polit-Satire ist „Downsizing“ deshalb nicht geworden, aber allein die Fülle der faszinierenden Ideen machen den Film mehr als sehenswert. ascho

„Downsizing“ läuft um 20.15 auf Sat.1.

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