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TV-Tipp: „Ruhe! Hier stirbt Lothar“

„Ruhe! Hier stirbt Lothar“: Man sieht Lothar (Jens Harzer) auf der einen Seite vom Zaun liegend und sein ehemaliger Hund auf der anderen Seite liegend (Draufsicht).
Foto: © ARD/WDR/Gordon Timpen, SMPSP

Lothar ist generall skeptisch gegenüber Menschen, doch eine verpatzte Diagnose zwingt ihn zur Veränderung.

Sozial läuft es beim Eigenbrötler Lothar (Jens Harzer) nicht so gut. Die Interaktion mit Menschen fällt ihm einfach schwer, da ist der Handel mit Fliesen und die Beziehung zu seinem Hund wirklich einfacher. Doch dann erhält Lothar eine niederschmetternde Diagnose …

Bei ihm wird Lymphdrüsenkrebs festgestellt, der ihn nur noch wenige Monate zu Leben gibt. Also verkauft Lothar sein Haus und Geschäft, sucht seinem Hund ein neues zu Hause, spendet dem Tierheim eine große Summe und zieht ins Hospiz. Dort angekommen freundet er sich nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der Brustkrebspartientin Rosa (Corinna Harfouch) an und beginnt sich zu öffnen. Doch dann stellt sich heraus, dass seine Diagnose falsch war und Lothar nur eine Hautkrankheit hat. Aus dem Hospiz geworfen, muss Lothar nun sein Leben wieder in den Griff bekommen und seine Aversionen gegen soziale Interaktionen überwinden.

„Die Regisseurin Hermine Huntgeburth hat mit „Ruhe! Hier stirbt Lothar“ einen Film gedreht, in dem sich Tragik und Komik im besten Sinne die Waage halten,“ schreibt Redakteur Jürgen Wittner zur Tragikkomödie. „Vor allem Jens Harzer weiß seiner Figur des privat wie geschäftlich eigenwilligen Lothar eine Ambivalenz aus fast schon Loriot’scher Lebensuntüchtigkeit, einer Prise Autismus und einer zunächst verborgenen, aber dafür gehörigen Portion Widerständigkeit mitzugeben.“

 

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