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TV-Tipp: „Solange ich atme“ mit Andrew Garfield

Andy Serkis lässt das CGI für ein berührendes Drama hinter sich – und kann sich trotz einiger Schwächen auf seinen Hauptdarsteller verlassen.

Solange ich atme
Bild: ARD Degeto/Squareone Entertainment

Andy Serkis ist vor allem als computergenerierte Kreatur Gollum aus den „Der Herr der Ringe“-Filmen bekannt. Nun möchte der Motion-Capture-Darsteller beweisen, dass er auch Regie führen kann; die Story dazu liefert Produzent Jonathan Cavendish, der seinen Eltern mit diesem Film ein Denkmal setzen will: Die frisch verheirateten Robin (Andrew Garfield) und Diana Cavendish (Claire Foy) erwarten in den 60er-Jahren ihr erstes Kind. Doch ihr Leben ändert sich schlagartig, als eine Infektion Robin vom Hals abwärts lähmt. Die einzigen Dinge, die ihn am Leben erhalten, sind ein Beatmungsgerät und die bedingungslose Liebe von Diana …

Wie das Paar mit seiner Willenskraft und seinem Humor der hoffnungslosen Lage trotzt, das ist durchaus mitreißend und inspirierend erzählt. Der Handlung zu folgen fällt allerdings wegen der Unmenge an Sprüngen innerhalb der Chronologie schwer. Darunter leiden auch die Figuren – plötzliche Stimmungswechsel und belanglose Nebenrollen lassen die Charaktere zudem eindimensional wirken. Der für „Hacksaw Ridge“ Oscar-nominierte Garfield versucht, diesen Mängeln entgegenzuwirken und ist damit das Highlight des Films. Mit seinem Regiedebüt hat Serkis aber kein Denkmal geschaffen, sondern ein durchschnittliches Liebesdrama.

Text: Gerrit Gerbig

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