FILM

TV-Tipp: „Song for Marion“ mit Terence Stamp

Song for Marion
Bild: ARD Degeto/Steel Mill Pictures

Arthur (Terence Stamp) ist ein mürrischer Griesgram, der sich nur für Kneipenabende und die Pflege seiner todkranken Ehefrau Marion (Vanessa Redgrave) interessiert. Dass Marion mit Begeisterung im Seniorenchor singt, hält er für Zeitverschwendung. Nach ihrem Tod kapselt sich der Misanthrop noch mehr von seiner Umwelt ab – bis eines Tages die junge Chorleiterin Elizabeth vor seiner Tür steht…

„Song for Marion“ drückt mächtig auf die Tränendrüse. Zwar ist die Story total vorhersehbar, und den Momenten voll Trauer (Marions Tod) und Bitterkeit (Arthurs Unfähigkeit, seinen Sohn zu lieben) setzt Regisseur Williams die immergleichen Brechstangengags entgegen. So lässt er den Chor der Greise in Baggypants rappen und in Lederkluft Motörhead-Songs schmettern.

Doch die Darsteller – ähnlich sympathisch wie Judi Dench und Co. in „Best Exotic Marigold Hotel“ – spielen mit soviel Charme, dass man gar nicht anders kann, als sich emotional einzulassen. Und so ist es am Ende dann auch ausgerechnet Arthur, der mit seinem Sologesang selbst dem eigenen Sohn Tränen der Rührung in die Augen treibt. Was lernen wir daraus? Es ist nie zu spät, sich der Musik hinzugeben, welcher auch immer.

Text: Sandra Pietropaoli

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