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TV-Tipp: „Spur der Steine“ – Der verbotene Klassiker

Obwohl „Spur der Steine“ auf einem DDR-Bestseller basierte, wurde der Film kurz nach der Premiere verboten.

Spur der Steine
Bild: rbb/Progress/G. Marczinkowsky

Heute ist die Rezeptionsgeschichte von „Spur der Steine“ mindestens ebenso bekannt wie der Inhalt. Und tatsächlich scheint hier ein Paradox zu liegen. Denn der Film wurde von der DEFA produziert, die Vorlage war ein Bestseller in der DDR, und Regisseur Frank Beyer galt nicht nur dort als Genie. Trotzdem wurde „Spur der Steine“ kurz nach der Premiere im Jahr 1966 kam es zu Protesten gegen den Film, er wurde verboten und über 20 Jahre nicht mehr gezeigt. Was war passiert?

Es ist wohl das realistische Bild der SED, das „Spur der Steine“ zeichnet, das den Zensoren nicht gefiel. Der Film spielt auf einer Großbaustelle, auf der Brigadier Hannes Balla (Manfred Krug) den Ton angibt. Balla ist Pragmatiker, der die Planwirtschaft und den Sozialismus ablehnt und mit seiner Truppe auch mal das Gesetz bricht. Die Leitung lässt ihm jedoch vieles durchgehen, weil er zu den produktivsten Arbeitern gehört. Als der idealistische Funktionär Werner Horrath (Eberhard Esche) die Baustelle übernimmt, geraten beide Männer zunächst aneinander. Doch bald lernen sie den jeweils anderen zu schätzen und gegen böse Zungen zu verteidigen. Allerdings ist da die Liebe zu der Ingenieurin Kati Klee (Krystyna Stypułkowska), die beide vereint – und entzweit …

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