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„Tannöd“ auf 3sat

Still aus „Tannöd“: Julia Jentsch als Katrin, Volker Bruch als Johann
Bild: ZDF/SRF/Constantin Film/Tom Trambow

Nach dem historischen True-Crime-Bestseller: In dem kleinen Dorf Tannöd wird eine ganze Familie ermordet. Jahre später macht sich eine junge Frau an die Aufklärung …

Ein paar Jahre nach dem 2. Weltkrieg kehrt Kathrin (Julia Jentsch) in das bayrische Dorf Tannöd zurück, um ihre Mutter zu beerdigen. Doch die junge Krankenpflegerin findet einen veränderten Ort vor: Noch immer leidet das Dorf unter dem grausamen Mord an der Danner-Familie Jahre zuvor. Auf dem abgelegenen Hof wurden alle sechs Familienmitglieder, auch die Kinder, mit einer Spitzhacke getötet. Erst Tage später wurden die Leichen gefunden, in der Zwischenzeit hat jemand das Fortleben der Familie vorgetäuscht.

Bei allem Schrecken ist die Dorfgemeinschaft nicht sonderlich betroffen, denn besonders der alte, despotische Danner war unbeliebt. Trotzdem können sich die Tannöder:innen nicht vorstellen, dass eine:r von ihnen zu so einer grausamen Tat fähig sein könnte. Also sind sie überzeugt, dass ein Fremder auf der Durchreise der Schuldige sein muss, der heute längst über alle Berge ist. Erst Kathrins Ankunft wirft alte Fragen wieder auf. Nach und nach bringt sie die Einwohner:innen dazu, ihr von der Zeit um das Massaker zu erzählen. Dabei wird Kathrin jedoch irgendwann klar, dass sie womöglich eine engere Verbindung zum Fall hat, als ihr lieb ist …

„Tannöd“ basiert auf dem Bestseller von Andrea Maria Schenkel, die sich für ihren Roman wiederum von einem wahren Fall inspirieren ließ: den Morden auf dem Bauernhof Hinterkaifeck im Jahr 1922. Diese sind bis heute ungeklärt und regen entsprechend die Fantasie zahlreicher Menschen an. Schenkel verlegte die Handlung aus den 20ern in die 50er und erfand eine fiktive, wenn auch plausible Auflösung.