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TV-Tipp: „Tatort: Des Teufels langer Atem“

Tatort
Bild: WDR/Molina Film/Thomas Kost

Böses Erwachen für Kommissar Thiel (Axel Prahl): Er findet sich in einem unbekannten Hotelbett wieder. An die letzte Nacht hat er keinerlei Erinnerung, wie er überhaupt hierher geraten ist, weiß er auch nicht. Dass Professor Boerne (Jan Josef Liefers) an der Bettkante sitzt und ihn mit einem Plüschkoala begrüßt, macht die Lage nicht besser. Doch das ist erst der Anfang von Thiels Problemen.

Denn kurz darauf wird in einem Wald vor Münster eine Leiche gefunden. Und zwar nicht irgendwer: Der Tote war früher Thiels Vorgesetzter, als er noch in Hamburg bei der Mordkommission gearbeitet hat. Doch der Vorgesetzte hat sich selbst als Mörder entpuppt, Thiel hat ihn in den Knast gebracht. Noch dazu ist die Ärztin, die Thiels Vater behandelt, die Tochter seines alten Chefs. Und dass Thiels Auto in der Nähe des Tatorts steht und der Mord mit seiner Dienstwaffe begangen wurde, lässt ihn nicht gerade unschuldig erscheinen …

Seit langem gelten die „Tatorte“ aus Münster als besonders unterhaltsam, was viel mit der humorvollen Chemie zwischen den beiden Hauptfiguren zu tun hat. Im 40. gemeinsam Fall muss Thiel besonders tief graben, um die eigene Unschuld zu beweisen. Boerne wiederum ist vor allem an seiner Amnesie interessiert. „Des Teufels langer Atem“ ist souveräne Krimikomödienkost – auch dank Drehbuchautor Thorsten Wettcke, der hier seinen fünften Münsteraner „Tatort“ abgeliefert hat.

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