FILM

TV-Tipp: „The Cabin in the Woods“

Stellen Sie sich bitte „Die Truman Show“ als Teenieslasher vor – und dann sind Sie nicht mal nah dran. „The Cabin in the Woods“ hat einen irrwitzigen Plot, der mit fünf Studenten im Wald, Wissenschaftlern, die sie beobachten, und einem weltrettenden Ritual zu tun hat. In die Details sollte man bei einem Film, der auf Überraschungen setzt, nicht gehen, sondern nur feststellen: Die Story ist echt apokalyptisch, und Regisseur Drew Goddard reichert sie lust- und genussvoll mit Zitaten aus der Horrorfilmhistorie an – von der Axt, die durch die Tür bricht („Shining“) bis zur lebenden Hand („Tanz der Teufel 2)“.

Goddard weckt sämtliche Erwartungen, die man an einen Splatterfilm hat – und indem er sie in jeder Hinsicht (über)erfüllt, enttarnt er zugleich die Mechanik des Horrorkinos. Alles kulminiert in einem der blutigsten Gemetzel der Kinogeschichte, hat aber nicht ganz das Budget, um das auch bis ins Detail glaubhaft durchzuanimieren. Egal – ein bluttriefender Spaß, raffiniert und ultraderbe zugleich. Und ausgerechnet ein Kiffer rettet die Welt. Na ja, fast.

Text: Matthias Wagner

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