FILM

TV-Tipp: „The Descent – Abgrund des Grauens“

The Descent
Foto: Discovery Deutschland

Folgende Zuschauergruppen sollten diesen Film meiden: Wer herzkrank, minderjährig, schreckhaft oder sonst wie zartbesaitet ist, wer Blut und offene Knochenbrüche nicht anschauen mag und wer sich vor Maden ekelt oder unter Klaustrophobie leidet.

Wer hingegen einen ungewöhnlichen Horrorthriller sehen möchte, wird mit „The Descent“ glücklich. Sechs Frauen, eine einsame Hütte in den Appalachen, aufstiebende Vögel, düstere Klänge und eine bedrohliche Natur – das alles ist nur Vorspiel. Der eigentliche Horror lauert tiefer, in einem vermeintlich unerforschten Höhlensystem. Doch müssen die abenteuerlustigen Freundinnen feststellen: Die Höhlen sind sehr wohl schon erkundet. Dass sie dennoch als unbekannt gelten, bedeutet, dass ihre Vorgänger ihnen nicht entkommen konnten – und damit sind nicht nur die Höhlen gemeint …

Neil Marshall („Dog Soldiers“) verkocht in seinem unappetitlichen Thriller  – Arbeitstitel: „Crawlspace“ – Handlungs- und Spannungsmomente aus „The Cube“, „K2“ und „Aliens“. Das Ganze ist teilweise beklemmend, teilweise auch, wie oft in diesem Genre, unfreiwillig komisch. Aber herrlich fies!

Text: Jörg A. Noll

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