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TV-Tipp: Ben Affleck und Olga Kurylenko in „To the Wonder“

To the Wonder
Bild: rbb/ARD Degeto/RedBud Pictures

Der große Mystiker Terrence Malick widmet sich der unglücklichen Liebe zwischen einem transatlantischen Paar. Unser Filmtipp

Ein Liebespaar – sie Französin (Olga Kurylenko), er Amerikaner (Ben Affleck) – zieht ins ländliche Amerika. Es liebt und streitet sich, sie reist zurück nach Paris, er hat eine Affäre, sie kommt wieder, sie heiraten, ihre Liebe zerbricht …

Regieunikat Terrence Malick erzählt diese Story auf ureigene Weise, nämlich in nichtlinearen Fragmenten, die wie dokumentarische Schnappschüsse wirken. Den mosaikhaften Bilderreigen kittet er wie üblich mit Offprosa, Naturmetaphern und sinfonischem Score. Gedreht hat Malick nur frühmorgens und -abends; die stets durch einen Sternfilter strahlende Sonne ist immer im Bild – gleichsam das Auge Gottes, das die verzweifelte Suche nach Glück ins Licht der Güte taucht.

„To the Wonder“ wirkt wie das spirituelle Gegenstück zu Michael Hanekes nüchternem Oscar-Gewinner „Liebe“. Und wie immer beim hochernsten, zwischen Prätention und Pathos schwankenden Malick kommt man leicht berauscht vor Melancholie aus dem Kino – und möchte untergehen im Planeten, der uns hervorbrachte; am liebsten Hand in Hand mit dem richtigen Menschen.

Text: Matthias Wagner

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