FILM

TV-Tipp: „Trainspotting“ ist noch immer herrlich abstoßend

Trainspotting
Bild: WDR/Degeto

Vor mittlerweile fünf Jahren ist mit „T2“ endlich die Fortsetzung von Danny Boyles „Trainspotting“ erschienen. Dass ein Nicht-Action Film, der kein Teil eines Franchise ist, überhaupt einen zweiten Teil bekommt, und dann noch nach zwanzig Jahren, ist nicht unbedingt üblich. Es zeigt, wie wichtig das Original bis heute ist. Schon die Vorlage von Kultautor Irvine Welsh hat hohe Wellen geschlagen, aber die Verfilmung wurde zu einem der wichtigsten britischen Filme überhaupt. Und das, obwohl die Protagonisten die meiste Zeit zugedröhnt sind.

Mark Renton (Ewan McGregor) ist heroinabhängig – aber ein großes Problem sieht er darin zumeist nicht. Denn immerhin kann die Suche nach dem nächsten Kick auch als antikonformistisches Statement gelten. Gemeinsam mit seinen Freunden lebt er in den Tag hinein, die Droge ist das einzige, was sie interessiert. Doch Renton will sein Leben umkrempeln und einen Entzug machen. Das ist aber gar nicht so einfach, denn Cold Turkey macht keinen Spaß. Und seine Freunde Spud, Sick Boy und Begbie ziehen ihn immer wieder in den Drogensumpf hinab …

Trotz des Themas ist „Trainspotting“ kein nüchternes Drama, sondern steckt voller Humor und Exzess. Boyle hat die Energie der Vorlage aufgenommen und mit visuellen Tricks und ikonischem Soundtrack noch verstärkt. So hat man die Straßen von Edinburgh vorher nicht gesehen – und auch seitdem nie wieder so richtig.

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