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TV-Tipp: „Weißer, weißer Tag“ voller Melancholie und Spannung

Weißer, weißer Tag
Bild: NDR/Arsenal Filmverleih GmbH

Der Nebel hängt so schwer und so tief auf dem Land, dass Himmel und Erde miteinander verschmelzen. An einem solchen Tag rast die Ehefrau Ingimundurs mit ihrem Auto einen Abhang hinunter. Auch zwei Jahre danach lastet ihr Tod schwer auf dem zunehmend emotional verhärteten Polizisten.

Um seinen Schmerz zu verdrängen, kümmert sich Ingimundur, gespielt von Ingvar E. Sigurðsson („Von Menschen und Pferden“), um seine Enkelin und renoviert ein abgelegenes Haus. Doch dann keimt der Verdacht in ihm, seine Frau könnte eine Affäre gehabt haben – und die Suche nach der Wahrheit und der wachsende Zweifel werden zu einer wahnhaften Obsession …

Regisseur Hlynur Pálmason erzählt dieses Psychodrama – Islands Kandidat für den Oscar als bester internationaler Film im Jahr 2020 – mit reduzierten, sehr stimmigen, melancholisch-kühlen Bildern, um den Kampf gegen die Trauer und Einsamkeit spürbar zu machen. Die Erzählung entwickelt sich dabei sehr langsam und elliptisch, um erst sehr spät, dann aber mit entsprechender Dramatik förmlich zu explodieren.

Text: Axel Schock

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