Warren Haynes: Ashes and Dust
Americana statt Jamrock: für Warren Haynes eine Herzenssache.
Wenn man im Rahmen der Bands Gov’t Mule und Allman Brothers schon seit Jahrzehnten die Weiten von Rock, Blues und Soul durchmisst, ist es natürlich nicht sonderlich schwer, sich nun auch mal den anderen Eckpfeilern des Americana zu widmen: Folk und Country. Der 55-jährige Warren Haynes aus North Carolina tut das auf seinem dritten Soloalbum ohne jede Hillbillyattitüde, was auch der sachdienlichen Hilfe der Band Railroad Earth aus New Jersey zu danken ist. Haynes’ rauen, aber nie machistischen Gesang umhegen die Kollegen mit einem akustischen Setting, das auf die Fusion aller Elemente aus ist.
Wie sich auf diesem Album etwa Geige und Haynes’ E-Gitarre umtänzeln, necken, an- und wegschubsen, um schließlich im Gesamtsound schwesterlich zu verschmelzen: Das ist schön und gut, und hätten die Coen-Brüder damals, als sie „“O Brother …“ drehten, dieses Album schon gekannt, sähe der Soundtrack wahrscheinlich anders aus, auch wenn auf „Ashes and Dust“ kaum Spuren von Bluegrass zu finden sind. Dafür umso mehr Folkmelancholie, seelenvolle Balladen und jene Art von Herzblut, die nur der verströmt, der mit dem Herzen dabei ist.
Musik

- Review

Typologie eines Lebens von EBOW: Was Deutschrap sein kann

Beartooth mit Pure Ecstasy: Persönlichstes Album trifft auf Welttournee
Hörenswert

Stranger Things Live: Komponisten performen den Soundtrack in Berlin
Die „Stranger-Things"-Koponisten Kyle Dixon und Michael Stein performen den Soundtrack der Netflix-Serie live in Berlin.

Western-Brüder aus der Schweiz: Hermanos Gutiérrez gehen auf Tour!
Das sechste Album der Schweizer Hermanos ist deutlich kosmischer als seine Western-Vorgänger. Im November kommen die beiden nach Deutschland.

Sofie Royer rechnet im Musikvideo zu Actress mit Hollywood ab
Am Freitag bringt Sofie Royer ihr inzwischen viertes Studioalbum heraus. Vorher prangert die gelernte Violinistin mit ihrer neuen Single den Umgang mit Schauspielerinnen in Hollywood an.
