Who loves the Sun von CHAT PILE
Erst sechs Jahren existiert die Metal-Band Chat Pile. Trotzdem finden sie auf ihrem neuen Album „Who loves the Sun“ ihren ganz eigenen Sound.

Endzeitstimmung, die Dritte: Das Quartett aus Oklahoma City sieht wenig Gutes in der Welt – und wer will es ihnen verdenken? Zwischen Zynismus und irgendwie Durchkommen changiert der Nachfolger von „God’s Country“ (2022) und „Cool World“ (2024), und ihr Sludge-Metal passt dazu bestens: Schon der heftige Opener „Creature“ gibt die Richtung vor, auch wenn Chat Pile wie in „Deep Blue“ durchaus mal kurz Indierock-Elemente einbauen oder in ‚Same Rules‘ erst zum Ende hin ausbrechen. „Shrine“ hat sogar ein paar Elemente von The Cure, mit denen sie sonst aber nur die Düsterheit teilen, die bei Chat Pile hörbar in Wut umschlägt. Eindringlich lässt Sänger Raygun Busch „Family Funeral“ zum Ende hin noch mal seinen Beziehungsfrust raus, bevor es dann in akustischer Melancholie endet.
Kaum zu glauben, dass die ultra-produktive Band erst seit sechs Jahren besteht – mit Einflüssen aus 90er-Metal und Grunge haben sich Chat Pile ihre ganz eigene Welt geschaffen. „Who loves the Sun“ ist bestimmt keine leichte Kost, aber mit ihrer schweren Intensität zählen sie zu Recht zu den derzeit einflussreichsten Bands des härteren Genres und läuten mit Textzeilen wie „Everything will be fine/October all the time“ wutschnaubend den Herbst ein.
Musik

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