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Das ZKM Karlsruhe zeigt das Beste von Heinz Mack

ZKM Karlsruhe
Heinz Mack, Lichtprismen in der Arktis (Modell für eine schwimmende Forschungsstation), 1976, Nylon, Glasfaser, Edelstahl, ca. 200 cm.(© Foto: Thomas Höpker / Archiv Heinz Mack / VG Bild-Kunst, Bonn, 2023)

Nein, eine Installation des deutschen Künstlers Heinz Mack. Jetzt sind seine visionären Lichtkunstwerke im ZKM Karlsruhe zu sehen.

ZKM Karlsruhe: Erster medial denkender Künstler Europas

Die Ausstellung Mack im ZKM läuft vom 16. September bis 7. April 2024 im ZKM Karlsruhe und zeigt Werke eines Pioniers der Land Art und des ersten medial denkenden Künstler Europas: Heinz Mack (*1931)

Ende der 50er-Jahre wurde Heinz Mack wegen Sachbeschädigung verhaftet, weil er auf Wahlplakaten von Konrad Adenauer mit der Aufschrift „Keine Experimente“ das „keine“ durchstrich. Mack machte Experimente – er machte Licht und Bewegung zu seinen Themen, nutze Elemente wie Feuer, Wasser und Luft als Ausdrucksmittel, unter Verwendung industrieller Materialien wie Aluminium, Acrylglas oder Fresnel-Linsen für virtuelle Räume. Licht, Bewegung, Struktur und Farbe waren für Mack dabei die zentralen Themen. So revolutionierte Mack auch den Skulpturbegriff und das Verhältnis von Kunst und Technik. So brachte er zum Beispiel Lichtprismen in die Arktis und revolutionierte auch die Sprache der Bildenden Kunst.

Heinz Mack. Erfinder der Photovoltaik?

In Zeiten des Klimawandels sind die prekären Elemente Luft und Wasser auch unter künstlerischen Gesichtspunkten neu zu betrachten. Indem sich Mack mit Luft, Wasser, Licht und Sand beschäftigte, reflektiert er auch unsere aktuellen Problemstellungen mit den immer knapperen natürlichen Ressourcen. Seine großen Reflektorwände und raumgreifenden Lamellen-Plantagen, Ende der 1950er-Jahre konzipiert, nehmen durchaus moderne Photovoltaik-Anlagen voraus.

Schon in den 1950er-Jahren suchte Heinz Mack nach einer Harmonie zwischen Mensch, Natur und Technik. 1958 gründete er mit dem Künstler Otto Piene die Gruppe ZERO und wollte mit andere Künstlern die Kunst im Nachkriegsdeutschland revolutionieren. ZERO stand für einen Neuanfang, die eine Stunde Null.

Macks Kunstwerke beziehen nicht nur den Raum, sondern auch die Betrachterinnen und den Betrachter mit ein, denn sie interagieren mit dem Licht – und erweitern so die Wahrnehmung. „Mack im ZKM“ präsentiert wenig bekannte Arbeiten aus allen Schaffensphasen des Künstlers, darunter auch einige Werke, die bislang nur selten ausgestellt wurden und teilweise sogar verloren gegangen sind. Diese wurden nun im ZKM rekonstruiert oder neu inszeniert.

ZKM Karlsruhe
Der Künstler Heinz Mack Foto: © Valeria Mack / Archiv Heinz Mack / VG Bild-Kunst, Bonn, 2023
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