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„And so turns the Wheel“: Wallis Bird und der Tod
Das achte Album der irischen Singer/Songwriterin Wallis Bird befasst sich dem Tod. Gründe gibt es genug, einen Vorgeschmack liefert die Single „And so turns the Wheel“.
Es ist mit der Liebe das wahrscheinlich am häufigsten besungenen Thema der Welt: der Tod. Und doch bleibt es ein Wagnis, über die Endlichkeit zu schreiben. Nicht selten geraten jene Songs etwas arg pathetisch oder schlimmer noch: banal. Der in Berlin lebenden irischen Singer/Songwriterin Wallis Bird ist diese Gratwanderung nun eindrucksvoll gelungen. „And so turns the Wheel“ heißt ihre neue Single, die gleichermaßen ihr achtes Studioalbum für den Sommer ankündigt und das thematische Fundament der Platte legt.
Auslöser für das Album waren zwei einschneidende Erfahrungen: der plötzliche Tod ihres engen Freundes und musikalischen Wegbegleiters Kevin Ryan sowie die weltpolitischen Erschütterungen der vergangenen Jahre, insbesondere der Krieg in Gaza. Das Persönliche und das Universelle treffen hier aufeinander, und Bird erklärt: „Der Tod ist ein schwieriges Thema. Aber er ist auch der intensivste Spiegel des Lebens. Ich habe nicht nach Antworten gesucht – ich habe einfach hingesehen.“ Einfach hinsehen. So tut es nun auch die bewegende Vorabsingle „And so turns the Wheel“, in der Bird einzig mit Akustikgitarre feststellt: „I thought we had more time/Life goes on, but it was better with you.“ Simple as that. Und ebenso tragisch.