- Review
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„Perspective“ von Hanno Busch: Gemeinsam schaffen
Der Gitarrist und Komponist setzt auf seinem neuen Album ein Zeichen für Empathie und Verständigung.

Eine andere Perspektive einzunehmen, ist heutzutage einfacher als je zuvor – könnte man meinen. Immerhin werden wir alle pausenlos mit den Gedanken, Gefühlen und Meinungen anderer Leute bombardiert. Und doch bleibt ein echter Perspektivwechsel, bleibt echte Empathie in dem Dickicht aus Lärm und Reizüberflutung oft auf der Strecke. Mit seinem neuen Album „Perspective“ setzt Hanno Busch ein klares Gegensignal. Der Gitarrist und Komponist hat dafür acht neue Stücke geschrieben, die auf die leisen Zwischentöne und die Harmonie zwischen den vier Musikern setzt.
In seinem Quartett wird Busch an der Gitarre von Mathew Halpin an Flöte und Saxofon, Bassist Claus Fischer und Schlagzeuger Jonas Burgwinkel begleitet. Sie alle sind hervorragend aufeinander eingespielt, setzen in den richtigen Momenten auf virtuose Improvisation – aber orientieren sich doch gemeinschaftlich an Buschs Komposition. So illustriert die Musik genau das Gleichgewicht zwischen individuellem Ausdruck und Kooperation, das bei „Perspective“ auch konzeptuell im Zentrum steht.
Mit „Perspective“ schließt Hanno Busch an sein Album „Share this Room“ aus dem Jahr 2017 an. Die Platte wurde mit dem Echo Jazz ausgezeichnet. Und auch wenn es den Echo mittlerweile nicht mehr gibt, wäre „Perspective“ sicher wieder ein heißer Gewinnkandidat gewesen. Denn wie zuvor setzt Hanno Busch nach wie vor auf das, worauf es wirklich ankommt: gute, durchdachte Musik mit klarer Linie, gemeinschaftlich geschaffen.
Musik

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