Nocturne von WASIA PROJECT: Eine Umarmung der Einsamkeit
Das bittersüße Album von Wasia Project vereint Gefühle von Einsamkeit und Verbundenheit. Auch klanglich zieht eine das Duo in den Bann: Nocturne schwebt zwischen Club-Sound und Piano-Pop.

Wasia Project verwandeln auf ihrem Debütalbum „Nocturne“ (AWAL) die Ängste des Erwachsenwerdens in eine nächtliche Mythologie. Einsame Dämmerungen fließen in den Rausch des Dancefloors, auf dem Körper sich suchen und ineinander verschmelzen. Es ist der Nachhall der Post-COVID-Jahre: Distanz, Isolation, Verbindungen, die zwischen digitaler und echter Welt zerfasern.
In „Whale Call“ schwebt Olivias Stimme wie ein Lichtstrahl durch dunkles Wasser, ein Ruf ins Leere, auf den niemand antwortet, einsam, aber friedlich. „Sunken Quay“ dagegen versprüht Bond-Girl-Drama, das sich vom Klavier zum theatralischen Refrain aufschwingt, als würden zwei Körper sich doch noch finden. Aus klassischer Ausbildung, Club-Sound und cineastischem Piano-Pop entsteht ein Album, das es schafft, Einsamkeit einzufangen und doch den Nachhall einer umhüllenden Umarmung zu hinterlassen.
Musik


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