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„Null gleich eins“ von Arne Dahl: Eiskalt berechnet

Buchcover „Null gleich eins“ von Arne Dahl

„Drei hoch fünf“ hätte man logischerweise als Titel erwartet. Doch da Arne Dahl mit dem fünften Band seine erfolgreiche Berger/Blom-Reihe abschließt, lässt der deutsche Verlag auch mal fünfe gerade sein und setzt mit „Null gleich eins“ auch der Logik der Titelreihung ein Ende.

Deren Countdown-Countup-Kombi in Verbindung mit den Grundrechenarten weist auf Dahls genial verrätselte Fälle hin und ist ein prägnantes Alleinstellungsmerkmal. Auch inhaltlich sind Zahlenspiele von Bedeutung: Jeweils am 5. März, April und Mai wird in Stockholm eine Leiche gefunden. Die ungleichen Todesarten deuten zunächst nicht auf eine Verbindung zwischen den Morden hin. Doch Kommissarin Desiré Rosenkvist erkennt in den ähnlichen Fundorten einen Zusammenhang und bittet Sam Berger und Molly Blom um Unterstützung, da ein nächster Mord im Juni wahrscheinlich ist. Obwohl das Ermittlerduo nur noch harmlose Betrügereien aufklären will, lässt es sich noch mal auf ein Rätselraten gegen die Zeit ein. Bald wird klar, dass der Serientäter mit versteckten Hinweisen eine Schnitzeljagd mit ihnen spielt: Durch Videoclips und Zahlenrätsel führt er sie immer näher zu sich hin. Arne Dahl beherrscht das Einmaleins des feinsten Schweden-Thrills. So addieren sich die Hinweise langsam zu einer Lösung, die buchstäblich atemberaubend ist und mit der selbst erfahrene Krimifans nicht rechnen. Warum jetzt Null gleich eins ist, klärt sich ebenso, wie schließlich auch „Drei hoch fünf“ als kryptischer Hinweis des Täters auftaucht. Ob Sam und Molly bis zum Schluss stark im Kopfrechnen sind?

Mit „Null gleich eins“ hat es Arne Dahl auf unsere Liste der besten Krimis im April 2022 geschafft.

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