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Baden-Baden: Der Sommer startet mit kleinem, aber feinem Kulturprogramm

Baden Baden Sommer
Foto: Immortal Snapshots für Pexels

Es geht wieder los. Baden-Baden macht sich wieder fein für seine Besucher. Die nicht nur wegen ihrer weltberühmten Spielbank bekannte Kurstadt bereitet sich für die kommenden Wochenenden und die Sommerzeit auf einen Besucheransturm vor. Es werden insgesamt sogar mehr Besucher erwartet, als die vergangenen Jahre. Grund ist, dass viele Menschen anstatt wie jedes Jahr ins Ausland zu fahren lieber im Land bleiben wollen.

Ein Hauch von Paris

Ein Besuch in Baden-Baden ist auf jeden Fall immer eine gute Idee. Die Stadt im Schwarzwald hat mit ihren mondänen Thermalbädern eingefasst in barocker Architektur, dem alten Schloss zu Hohenbaden, dem Museum Frieder Burda oder dem Fabergé Museum einiges zu bieten. Ein Besuch in der Spielbank ist natürlich ebenfalls Pflicht für jeden, der in Baden-Baden weilt. So hielten es schließlich auch zahlreiche Berühmtheiten, die seit dem 19. Jahrhundert in „Europas Sommerhauptstadt mit einer kleinen Portion Pariser Flair weilten.

Im Casino heißt es sehen und gesehen werden. Die mittlerweile aus der Corona-Schockstarre wieder erwachte Spielbank befindet sich imposanten Kurhaus, dass von einem ebenso imposanten Kurgarten umrahmt wird. In mehreren barock-mondänen gestalteten Hallen im Inneren werden klassische Spiele wie Roulette, Black Jack und Poker, aber auch NetEnt Spiele an zahlreichen Spielautomaten geboten. Ab sofort heißt es also wieder „Rien ne va plus“. Für das kulinarische Wohlergehen sorgt die Spitzengastronomie im angeschlossenen Restaurant „The Grill“, in dem die Gäste in lauen Sommernächten auch auf der herrlichen Terrasse draußen verköstigt werden.

Kulturelles Rahmenprogramm im Sommer

Zurzeit wird darüber hinaus allerorten am Kulturprogramm für den Sommer gearbeitet. Kleinere öffentliche Veranstaltungen mit bis zu 100 Leuten sind ab dem 1. Juli 2020 wieder zugelassen. Vom 1. August an, dürfen dann auch wieder Veranstaltungen mit bis zu 500 Personen stattfinden, wobei jedoch die Abstandsregeln zu beachten sind. Größere Veranstaltungen wie Volksfeste, Jahrmärkte, Konzerte oder Sportveranstaltungen mit über 500 Besuchern sind jedoch vorerst bis zum 31 August weiterhin nicht gestattet.

Für die Planung bleibt wenig Zeit

Da die Lockerungen erst vor kurzen beschlossen wurden, fehlte natürlich die Zeit für die Planungen, sodass sich die Veranstaltungskalender erst in den kommenden Wochen wieder füllen werden. Zahlreichen Künstlern, denen von den Veranstaltern die bereits geschlossenen Verträge für Engagements gekündigt werden mussten, hoffen nun wieder auf einen oder mehrere Auftritte.

So bereiten sich aktuell zum Beispiel die Musiker der Philharmonie Baden-Baden wieder auf Auftritte vor, wenn auch vor kleinerem Publikum. Unklar ist derzeit jedoch noch, wann das eigentlich für Anfang Juni terminierte und eigentlich immer ausgebuchte Kurkonzert nachgeholt werden kann, weil hier in jedem Fall mehr als 500 Besucher erwartet werden dürften.

Fakt ist also, dass die Besucher der Stadt in diesem Sommer eher zahlreiche kleinere Veranstaltungen und Darbietungen erwartet. Das Kurhaus hat zum Beispiel wieder Lesungen angekündigt. Los geht es am 1. Oktober mit Marc Friedrich und Matthias Weik mit „Der größte Crash aller Zeiten“ einem Lesestück über die letzte Finanzkrise in 2008 und anderen Katastrophen. Martin Scheck hat sich mit seinem Schecks Kanon – die 100 wichtigsten Werke der Weltliteratur ebenfalls angekündigt.

Im Festspielhaus von Baden-Baden wird derzeit ebenfalls mit Hochtouren am Re-Start gearbeitet. Geplant sind unter anderem Aufführungen wie die „Nachstücke: Drei Ballete von John Neumeier“, „Die Kameliendame“ und ein Stelldichein mit klassischer Cello- und Orchestermusik, interpretiert von Sol Gabetta und Jakob Jakub Hrůša, mit Thomas Hengelbrock mit Werken von Beethoven sowie mit Diana Tishenko, die melancholische Klänge von Schubert, Ravel und Gubaidulina darbieten wird.

Etwas lockere Beiträge wird es kurzfristig mit einem Auftritt der Liedermacher Dieter Hutmacher und Matthias Hausch geben, die kurzfristig mit ihrem „Mundkabarett“ und flotter Gitarrenmusik im königlichen Kurtheater in Bad Wildbad vorbeischauen wollen. Alvaro Soler kommt mit sommerlicher Latin American Music ins benachbarte Rastatt.