Balthazar: Fever

„So wichtig die Soloprojekte für unser Ego waren, haben wir beide eigentlich nie daran gezweifelt, dass wir das kreative Hin und Her bei Balthazar sehr schnell vermissen werden“, grinst Martin Devoldere. Nachdem er und sein kreativer Partner Jinte Deprez die belgische Band nach drei sehr erfolgreichen Alben für unbestimmte Zeit auf Eis gelegt hatten, um mit Warhaus bzw. J. Bernhardt musikalische Ideen außerhalb des angestammten Indiesounds zu verfolgen, kamen die beiden Songwriter und Sänger nach drei Jahren wieder zusammen, um Ideen für das vierte Balthazar-Album auszutauschen. Doch zunächst lief es nicht so richtig rund. „Erst als wir den Titelsong hatten, wussten wir, in welche Richtung wir gehen wollten, und von da an ergab sich der Rest wie von selbst.“ Mit funky Bass und einem kurzen Glissando-Streicher-Motiv gibt die Vorabsingle den Ton vor: Auf dem vierten Album klingen Balthazar weniger melancholisch und prätentiös, verdammt groovy und tanzbarer als je zuvor. Ist „Fever“ vielleicht einfach die goldene Mitte der beiden Soloprojekte? „Im Nachhinein mag das vielleicht so wirken, aber als Arbeitsansatz hätte das nicht funktioniert“, relativiert Deprez. „Wir haben beide neue Erfahrungen gemacht, die wir unterbewusst natürlich auch eingebracht haben“, sagt er. Und es ist auch gut, dass sie dabei nicht das gemeinsame Fundament aus den Augen verloren haben, dass sie sich zuvor aufgebaut hatten.
Musik


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Hörenswert

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