- Review
bell jar von Kids With Buns: Vom Schlafzimmer auf die Bühne
Marie und Amber durchlitten parallel eine Trennung. Das Ergebnis ist ihr neues Album „bell jar“ mit einer filmischen Klangtiefe.

Die Indierock-Band Kids With Buns, bestehend aus Marie Van Uytvanck und Amber Piddington, ist bekannt für ihre ungefilterten, introspektiven Texte, kombiniert mit melodischen Gitarrenklängen und einer ungewöhnlich tiefen Stimme. Der Albumtitel „bell jar“ ist ein Verweis auf den im Jahr 1963 erschienenen autofiktionalen Roman von Sylvia Plath und spielt darauf an, dass wir uns immer wieder in den gleichen emotionalen Mustern verfangen. Marie erzählt, dass ein Großteil des Albums in Ambers Schlafzimmer entstand, während die beiden gemeinsam durch ihren Trennungsschmerz gingen.
Das Album spiegelt also die unmittelbaren Gefühlswelten der beiden Künstlerinnen wider, und dabei wird nichts romantisiert. Trotzdem hat das Schreiben der Songs und der gemeinsame Schmerz den beiden Trost gegeben und sie durch die dunkle Zeit getragen. Was die atmosphärische Tiefe des Sounds von „bell jar“ angeht, hatten die beiden – im Gegensatz zu ihrem Debütalbum „out of place“ – von Anfang an eine eindeutige Vision. Die Single „car crash“ ist bereits zu hören und thematisiert die intensive Anziehungskraft einer toxischen Person und die Selbstzerstörung, die damit einhergeht. „car crash“ bedient eine ganz überraschende Soundwelt, die groovy, tanzbar und frech ist.
Musik


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