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„How to kill your Family“ von Bella Mackie: Es bleibt in der Familie

Buchcover „How to kill your Family“ von Bella Mackie

In „How to kill your Family“ von Bella Mackie erzählt die Ich-Erzählerin Grace, wie sie nach und nach ihre Familie aus dem Weg räumt, um an das Vermögen ihres Playboyvaters zu kommen.

Endlich erscheint „How to kill your Family“ von Bella Mackie in deutscher Übersetzung: Sie eignet sich Fachwissen über Pfirsichunverträglichkeit und Krötenschleim an, forscht in Hackerforen und bildet sich über die Londoner Sexparty-Szene weiter. Ich-Erzählerin Grace Bernard berichtet detailliert über ihre aufwändigen Recherchen, die alle nur dem Ziel dienen, eine möglichst effektive Mörderin zu sein. Nachweisen konnte ihr bislang niemand etwas, da Grace – wie sie uns nach und nach im Plauderton schildert – ihre Taten geschickt arrangiert und die Tötung von sechs Verwandten als Unfälle tarnt. Denn in der Gefängniszelle, die sie nun mit der nervigen Kelly teilt, wollte sie natürlich nie landen. Ironischerweise hat man sie ausgerechnet für den Mord an der Verlobten ihres Lovers Jimmys zu 16 Jahren verurteilt. Doch bei Caros tragischem Sturz vom Balkon hat Grace garantiert nicht nachgeholfen – obwohl sie allen Grund dazu gehabt hätte. Mit Jimmy will sie zusammensein, nachdem sie alle Erben der feinen Familie Artemis aus dem Weg geräumt hat und damit endlich an das Vermögen ihres arroganten Playboyvaters kommt, das ihr bislang als unehelicher Kollateralschaden eines Seitensprungs verwehrt wurde. Doch jetzt sitzt sie im Knast fest und muss auf die Fähigkeiten eines nerdigen Top-Anwalts vertrauen …

Nach und nach führt Autorin Bella Mackie in „How to kill your Family“ nicht nur packend durch die Beschreibung der skurrilen Morde, sondern lässt durch ihre adrenalingesteuerte 28-Jährige Protagonistin auch jede Menge Spaß aufkommen. Aber hat sie wirklich an alle Verwandten gedacht, und ist ihre Zellengenossin Kelly tatsächlich nur eine unbedarfte Schwätzerin? Bei Bella Mackies schwarzhumorigen Pageturner fiebert man bis zur letzten Seite mit – und drückt der sympathischen Serienmörderin die Daumen, dass ihr ausgefuchster Plan am Ende gelingt.

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