MUSIK

Britney Spears äußert sich: „Ich habe aus Stolz geschwiegen“

Britney Spears
Foto: Rhys Adams, CC BY 2.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/2.0>, via Wikimedia Commons

Seit 13 Jahren steht Britney Spears aufgrund eines Gerichtsurteils unter der Vormundschaft ihres Vaters. Während dieses Arrangement vorrangig von Fans der Sängerin kritisiert worden ist, war lange unklar, wie sie selbst dazu steht. Am Mittwoch, den 23. Juni, hat sich das geändert. Einerseits haben neu veröffentliche Dokumente deutlich gemacht, dass Spears schon seit Jahren immer wieder versucht hat, die Vormundschaft zu beenden. Andererseits hat der Popstar sich gestern auch selbst vor Gericht geäußert. Und ihre Worte waren eindeutig: Sie will das Urteil kippen und hat sogar vor, ihre Familie zu verklagen.

Laut der New York Times hat Britney Spears der Richterin Brenda Penny in Los Angeles erzählt, sie sei in den letzten 13 Jahren unter Drogen gesetzt und gezwungen worden, gegen ihren Willen zu arbeiten. Zugleich habe man ihr verboten, ein weiteres Kind zu bekommen. Spears hat am Telefon ein vorbereitetes Statement vorgelesen, das auf ihren Wunsch auch an die Öffentlichkeit ausgestrahlt worden ist. Darin hat sie unter anderem gesagt: „Ich habe es geleugnet. Ich habe einen Schock. Ich bin traumatisiert.“ Bei ihren Vorwürfen ist Spears auch vor harten Worten nicht zurückgeschreckt. So hat sie ihre Situation mit Sklaverei und Menschenhandel verglichen.

Sie geht auch darauf ein, wie schwer es gewesen ist, mit diesen Vorwürfen an die Öffentlichkeit zu gehen: „Es ist peinlich und demoralisierend, was ich durchgemacht habe. Und das ist der Hauptgrund, warum ich nie offen darüber gesprochen habe.“ Sie selbst habe Paris Hilton nicht geglaubt, als diese in ihrer Dokumentation „This is Paris“ einer Reha-Klinik, in die sie in den 90ern eingeliefert wurde, Missbrauch vorgeworfen hat. „Und vielleicht hatte ich Unrecht“, so Spears. „Und darum habe ich nichts hiervon öffentlich gesagt, weil ich dachte, die Leute würden mich auslachen oder sagen, ,Sie lügt, sie hat doch alles, sie ist Britney Spears‘. Ich lüge nicht. Ich will einfach nur mein Leben zurück. Und es sind jetzt 13 Jahre. Und es reicht.“

Lest das vollständige Statement von Spears auf der Webseite von Variety.

Update: Britney Spears äußert sich auf Instagram

Am Freitag, den 25. Juni, hat sich die Künstlerin erstmals nach ihrem Statement vor Gericht zu ihrer Situation geäußert. Dazu hat sie einen Instagram-Post veröffentlicht. Es beginnt mit einem Zitat von Albert Einstein – oder zumindest einem Zitat, das ihm oft zugeschrieben wird: „Wenn ihr intelligente Kinder wollt, lest ihnen Märchen vor. Wenn ihr noch intelligentere Kinder wollt, lest ihnen noch mehr Märchen vor.“

Darunter hat Spears unter anderem geschrieben: „Ich entschuldige mich dafür, dass ich in den letzten beiden Jahren so getan habe, als wäre ich okay … Ich habe es aus Stolz getan, und es war mir peinlich, mitzuteilen, was mir passiert ist …“ Allerdings habe es ihr auch Spaß gemacht, sich auf Instagram souverän präsentieren zu können, so die Sängerin. Das passt offensichtlich zum Eingangszitat: „Ob ihr es glaubt oder nicht, so zu tun, als wäre ich okay, hat tatsächlich geholfen.“

Lest hier den ganzen Post, der schon mehr als eine Million Likes hat:

 

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