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Musik

Caroline Rose – Gentling the Horse at the Walt Whitman Mall

Wachmacher, Mood-Booster, Wutkur: Caroline Rose feiert das kreative Chaos auf Album „Gentling the Horse at the Walt Whitman Mall“.

Caroline Rose Cover
Caroline Roses siebtes Studioalbum ist ein Adrenalinschub: Wachmacher, Mood-Booster und Wutkur zugleich. „Yip Yip Yow“ startet mit Country-Anleihen und dem Prinzip „erst mal alles rauslassen“. Ein Befreiungsschlag als Mission Statement, in dem die Protagonistin aus der Minivan-Kleinstadt flieht. Danach folgen Gitarren, Punk-Ausflüge, Humor und Wut in einem Atemzug, ein peitschendes Gefühlschaos.
Richtig laut wird es in „Cement Head“: „I got a head full of cement“ brüllt sie wie durch ein Megafon im Stadion, die Stimme verzerrt. Noch treibender rechnet „Goddamn Head“ mit dem Optimierungswahn ab und zählt die To-dos des Kapitalismus runter, bis der Zug überquillt: „gotta stay fit, never get sick“. Auch der Track „Calm“ ist alles, nur nicht beruhigend: bedrohliche Gitarre, Anti-Clean-Girl-Attitüde, Abschalten als Rebellion. Zwischen all dem Lärm blitzen leisere Momente auf, etwa das poppige „Valerie please don’t be mad at me“. Am Ende landet die Sängerin aus Long Island bei „Everything in its right Place“, einem sanften Finale, das zeigt, dass man sich im Chaos finden kann.

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