„Das Drama“ – Beziehungsstatus: kompliziert
Regisseur Kristoffer Borgli konnte Zendaya und Robert Pattinson in seiner romantischen Komödie „Das Drama“ einsetzen. Der Film läuft jetzt in den Kinos.
Die romantische Komödie „Das Drama – Noch einmal auf Anfang“ taucht ab in die Untiefen moderner Beziehungen. Das wird lustig! Oder doch nicht? Der Film läuft ab heute in den Kinos.
Die Handlung
Im Mittelpunkt steht das glückliche Paar Emma (Zendaya) und Charlie (Robert Pattinson), dessen Beziehung auf die Probe gestellt wird, als eine unerwartete Wendung ihre Hochzeitswoche aus den Fugen bringt. Nur wenige Tage vor der Trauung kommen Wahrheiten über den jeweils anderen ans Licht und erschüttern das Fundament ihrer Beziehung. Die Film erkundet Themen wie Vertrauen, Geheimnisse und die Komplexität moderner Beziehungen – alles verpackt in beunruhigendem Humor.
„Das Drama“: Zendaya als Emma
Zendaya Maree Stoermer Coleman macht ja irgendwie alles: Anfangs war sie Model, dann Disney-Channel-Star, dann Popsängerin („Zendaya“, 2013), seit 2017 ist sie Spider-Mans große Liebe, in natura seit Neuestem auch mit ihm verheiratet (Tom Holland), seit 2019 Serienstar in „Euphoria“, und in der gigantischen „Dune“-Reihe ist sie an der Seite von Timothée Chalamet zu sehen. In Christopher Nolans ausstehender Homer-Verfilmung „Die Odyssee“ wird sie die griechische Göttin Athene spielen. Zudem ist die 29-Jährige für ihren extravaganten Kleidungsstil bekannt und hat dafür sogar schon mehrere Preise erhalten. Wie „Dune“-Regisseur Denis Villeneuve über sie sagt: „Zendaya ist eine kulturelle Ikone im Werden. Zendaya ist die Zukunft.“ Na, dann können wir ja ganz beruhigt sein!
„Das Drama“: Robert Pattinson als Charlie
Robert Pattinson macht ja auch irgendwie alles: Vom Mädchenherzen zum Schmelzen bringender Vampir Edward in den „Twilight“-Filmen über Arthouse wie „Cosmopolis“, „Good Time“, „The Lighthouse“ und „High Life“ zu anspruchsvollen Blockbustern wie „Tenet“ und dem düstersten Batman aller Zeiten in „The Batman“ bis hin zum interstellaren Wegwerfklon in „Mickey 17“ – der 30-Jährige kann sich mittlerweile aussuchen, was und mit wem er was macht. Ob David Cronenberg, Robert Eggers, Anton Corbijn, Clare Denis, Werner Herzog, Christopher Nolan, Bong Joon-ho oder Lynne Ramsay: So gezielt nur Wunschprojekte unter exquisiten Regisseuren und Regisseurinnen drehen, das kann sich sonst nur Leonardo DiCaprio leisten. „Das Drama – Noch einmal auf Anfang“ wollte Pattinson sicher wegen Kristoffer Borgli machen. Der Norweger hatte 2023 dem gefallenen Hollywoodhelden Nicolas Cage nach Jahren in der Straight-to-DVD-Hölle mit dem abgedrehten „Dream Scenario“ wieder einen echten Kritikererfolg beschert.

„Das Drama“ Regisseur Kristoffer Borgli
In seinem letzter Film „Dream Scenario“ taucht ein biederer Uni-Professor plötzlich in den Träumen aller Menschen auf und wird dort zunehmend gewalttätig. Und Kristoffer Borglis zweiter Film „Sick of myself“, noch in Norwegen gedreht, ist eine bitterböse, tiefschwarze Komödie, in der eine junge Frau absichtlich ein Mittel gegen Angstzustände einnimmt, das eine schwere Hautkrankheit auslöst, weil sie so in den sozialen Medien und in der Boulevardpresse Aufmerksamkeit bekommt. „Das Drama“ ist daher auch kein Ehedrama in der Tradition von „Kramer vs. Kramer“ und keine fluffige RomCom à la „Harry & Sally“. Die Wahrheiten über den jeweils anderen, die hier in Emmas und Charlie Hochzeitswoche ans Licht kommen und das Fundament ihrer Beziehung erschüttern, werden sich also eher nicht darin erschöpfen, dass er ab und an seiner Ex eine SMS schreibt und sie heimlich Trump gewählt hat …