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Den Balkon mit Pflanzen zum Kunstraum und Entspannungsort gestalten

Fassade eines Hauses mit dem Fokus auf einen Balkon, auf welchem diverse Pflanzen stehen.

Die Verbundenheit mit der Natur ist uns Menschen in die Wiege gelegt. Leider bleibt davon in einer Wohnung ohne Garten nur die Fensterbank für eine kleine, grüne Freude. Mit Kreativität und dem richtigen Arrangement kann auch der kleine Balkon vor dem Fenster die Natur ganz nah zu den Menschen bringen.

Ein bisschen Grün geht immer und überall

Der Balkon ist oft so eng, dass höchstens der Wäscheständer und am Wochenende ein Tisch mit ein paar Stühlen, bestenfalls ein Kontaktgrill daneben passen. Die Ecken ringsum bleiben ungenutzt, sind aber wunderbare Möglichkeiten für etwas mehr Grün. Eckige statt runde Blumenkästen, Etagenbepflanzung und angehängte Kästen auf der Balkonbrüstung bringen Abwechslung ins städtische Grau. Wer keinen grünen Daumen hat, findet gewiss genügsame Pflanzen, die auch bei schlechter Pflege unverdrossen gedeihen. Mit etwas Fantasie und der richtigen Zusammenstellung gedeihen dort sogar kleine Mengen Obst und Gemüse zum Vernaschen.

Zeit in Kräuter investieren und Geld sowie Einkaufs-Engpässe sparen

Vielleicht gehört Töpfern zu den privaten Hobbys. Möglicherweise lieben Stadtbewohner kleine Skulpturen auf dem Balkon. Kräuter in mehreren Töpfen können selbstgemachte oder gekaufte Kunstwerke als grüne Kräuterarrangements umrahmen. Zwischendurch ist schnell ein Bündel abgeschnitten und in der Küche für feine Speisen verarbeitet. Wer sich in die Kräuterkunde einliest, wird feststellen, dass die Ansprüche an Standort und Lichtintensität sehr unterschiedlich sind. Das lässt sich nutzen, ohne auf ein bestimmtes Kräutlein zu verzichten. Mithilfe kleiner Rankhilfen, Gestelle oder Aufhängungen lassen sich wie im Dschungel Lichtetagen anlegen. Ganz nebenbei spart der Anbau in unterschiedlichen Höhen Platz in der Balkonfläche.

Bauwahn und Klimaschutz

Im Zeitraffer wirkt die Bebauung von Städten wie ein regelrechtes Zupflastern. In Zeiten drängenden Klimaschutzes reagieren viele Kommunen und schaffen künstlich angelegte Gärten im Herzen vieler Großstädte. Doch das allein macht gesunde Luft und ein natürliches Wohlbefinden noch nicht aus. Besser verlassen sich Bewohner in Mietwohnungen ohne Garten nicht auf die Versprechen von der grüneren Zukunft der Städte. Sie leisten ihren persönlichen Beitrag schon mit dem kleinen Balkon-Garten, entweder mit Pflanzkübeln oder Hochbeeten, mit Kräuterschnecken und ähnlichen Mini-Aufstellungen. Nebenbei leistet jedes begrünte Stückchen einen wertvollen Beitrag zum Arterhalt vieler Insekten. Viele von ihnen sind für die menschliche Ernährung von essenziellem Wert.

Pflanzkübel für den Balkon nach Platzbedarf zusammenstellen

Pflanzkübel für den Balkon sollen leicht sein, damit sie bei Bedarf umgestellt werden können. Das Material darf keine Schadstoffe in die Erde und somit zu den Kübelpflanzen abgeben. Schließlich werden Kräuter, Obst oder Gemüse anschließend vom Menschen beim Essen verwertet. In der Form dürfen Pflanzenbehältnisse rund oder rechteckig sein, nach unten verjüngen oder gänzlich gerade sein. Bei jeder Variante muss für die Pflanzen genügend Erde, Wasser und Luft für die komplette Pflanz- und Erntesaison bleiben. Deshalb empfiehlt sich die Aufstellung immer eine Nummer größer als vom Händler angegeben.

Schöne Aussicht beim Heimkommen und für alle außen herum

Städtische Begrünungsprojekte fördern beispielsweise Gründächer. Dort allerdings gibt die Statik der Dachkonstruktion Grenzen für die Bepflanzung vor. Jeder noch so kleine Garten lockert die Bauwahn-Wüste von Großstädten im privaten Größenverhältnis auf. Wenn möglichst viele Menschen den Balkon als Gartenidee entdecken und nutzen, wird in der Summe aller Begrünungsideen aus einem grünen Tupfen vielleicht langfristig eine ganze Stadt voller kleiner Natur-Oasen. Die Begrünung verbessert die Stadtluft. Die Beschäftigung mit Beet oder Pflanzkübel entschleunigt und baut somit Stress ab. Insekten freuen sich über die zig winzigen Rückzugsangebote und können damit möglicherweise ihre Bestände bald wieder erholen. Mit solchen Aussichten schmeckt die nächste Kräutersoße aus eigenem Anbau gleich doppelt so gut.

Fazit:

Monokulturen am Land und Bauwahn in der Stadt drängen abwechslungsreiches Grün immer weiter zurück. Dabei sehnen sich gerade Stadtmenschen in einer Balkonwohnung nach mehr Natur zwischen Hochhaus-Fassaden und Geschäftsvierteln. Die kreative Bepflanzung des eigenen Balkons ist ein erster Schritt, um das private Wohnumfeld mit wenig Aufwand und beliebiger Kreativität wieder nahe an die Natur zu rücken.

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