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Emily Roberts verrät im Interview alles über ihre neue Single, das EP-Release und die anstehende Tour

Emily Roberts wirft mit Popcorn.
(Jonas Goedde)

Bei ihrer ersten eigenen Tour wird Emily Roberts „richtig dick auffahren“ – und verrät im Interview, was die Fans aktuell außerdem noch erwartet.

Ohne zu zögern hat die Singer-Songwriterin Emily Roberts ihre ungeplante Schauspielkarriere mit 19 an den Nagel gehängtihrem Traum von der Musik zuliebe. Und damit hat sie, trotz der langen Zeit der coronabedingt brachliegenden Kulturlandschaft und verlegten Tourdaten, offensichtlich alles richtig gemacht. Jetzt startet die Tochter einer Fotografin und eines Musikers mit ihrem rhythmischen Pop-Sound und magischem, visuellem Charme nämlich so richtig durch.

Bevor es im April 2022 als Headliner auf ihre erste eigene Tournee geht, steht sie erneut als Tour Support für James Blunt auf der Bühne. Wir haben mit Roberts über die anstehenden Konzerte, ihre Wurzeln und die Inspiration für ihre EP „4-Chord Songs from My Garage“ gesprochen, die am 17. September 2021 erscheint. Außerdem haben wir erfahren, von wem sie in ihrer Single „Boys that look like you“ schwärmt.

Emily, du bezeichnest dich auf Instagram als „Half Brit, half Potato.“. Der Potato-Teil bezieht sich bestimmt auf deine Herkunft aus einer norddeutschen Stadt – müsste es also nicht eigentlich „Half Brit, half Hamburger“ heißen?

Emily Roberts: Haha, jetzt hab ich kurz gelacht. Auch ein schönes Bild. Mein Vater ist Engländer, meine Mama kommt aus Deutschland. Hamburg ist natürlich meine Heimat, aber ich lebe jetzt schon seit ein paar Jahren in Berlin und bin hier auch sehr glücklich. Da dachte ich, ich fasse das gesamt deutsche einfach als Kartoffel zusammen. Dafür sind wir ja auch im Ausland berühmt. Liebe Kartoffeln auch tatsächlich sehr, sehr doll.

Am 17. September kommt deine EP „4-Chord Songs from My Garage“ als Download auf den digitalen Markt. Und bekanntlich sind schon viele große Ideen in Garagen entstanden – beispielsweise hat Walt Disney sich in einer Garage an seinen ersten Zeichentrickfilmen ausprobiert. Macht man sowas heute überhaupt noch?

Roberts: Ja, nicht nur Disney, sondern auch Google, Barbies, Mattel und naheliegend Harley-Davidson wurden in Garagen gegründet! Ich hatte leider nie die echte Garage, aber das Musik-Produktionsprogramm „Garage Band“! Damit habe ich mir tatsächlich singen beigebracht und in meiner Jugend jeden Tag nach der Schule Coversongs eingespielt.

Der EP Titel ist ein Zitat aus meinem Lieblingssong der EP „21 Pilots“. Da sage ich „All of my Mates are on the Top of the Charts, and im still playing a 4-Chord-Song in my Garage“, was eine selbstironische Anspielung auf meinen gesamten Freundeskreis ist. Ich bin mit sehr vielen, sehr erfolgreichen Menschen befreundet und in einer Welt, in der man ständig über soziale Medien das goldene Leben anderer beobachtet, denkt man schnell, das Gras ist immer grüner auf der anderen Seite. Ich weiß natürlich, dass jeder so seine Problemchen hat, egal in welcher Liga man spielt.

In der Writing Session zu 21 Pilots habe ich nach Inspiration auf meinem Laptop gesucht und dabei den iTunes Store gesehen und in den aktuellen Charts waren einfach so viele FreundInnen und Bekannte. Ich bin super happy und stolz auf alle, aber ich hätte schon Bock mir öfter mal mit den Stars nicht nur die Privatpartys zu teilen, sondern auch die Bühnen. Was meint ihr? Bin ich auf einem guten Weg?

Die Singleauskopplung „Boys that look like you“ aus der neuen EP ist am 27. August erschienen. Gleich zum Einstieg singst du „Hey Baby / This Song is for you“, obwohl du in „Relationshit“ noch davon gesungen hast, dass du null Bock auf eine Beziehung hast. Was hat sich an deinem Beziehungsstatus geändert und wer ist in dem Lied gemeint?

Roberts: Ey, „Boys That Look Like You“ hat wirklich eine der lustigsten Entstehungsgeschichten ever. Ich male euch ein Bild: Ich sitze mit den Produzenten von Wild Culture und Songwriterin Kristine Bogan in Graz, Österreich. Wir sind seit ein paar Tagen am Schreiben und mir mangelte es gerade an Inspiration. Also öffne ich Instagram. Und was sehe ich als allererstes Bild? Das Foto eines Models aus England. Dieser Junge Mann war für mich zu der Zeit das schönste, was ich je gesehen habe. Wirklich Kunst, diese Wangenknochen.

Ich war in der Vergangenheit schon mal lange mit einem Model zusammen. Daher kenne ich sehr viele Models gut und weiß: Viele sehr, sehr schöne Menschen sind oft sehr einsam. Nicht nur durch das ständige unterwegs sein, sondern auch durch die Vorurteile, die so ein schönes Gesicht mit sich bringt: „So jemand kann gar nicht nett, ehrlich, intelligent sein“. Also haben wir uns maximal reingesteigert und gesagt: „Hey, ich versteh dich. Ich sehe dich so wie du bist … und nicht nur deine schöne Schale“. Für mich einer meiner lustigsten Songs, der mit sehr viel Augenzwinkern zu hören ist!

Du wirst als Support auf den neuen Terminen der verlegten James-Blunt-Tour spielen und freust dich sicher, nach der coronabedingten Absage im letzten Jahr, dass es am 9. März 2022 dann endlich losgeht. Wie bist du Support-Act geworden und auf welche Warm-up-Tracks dürfen sich die Besucher freuen?

Roberts: Die Tour kam über meine Booking Agentur zustande. Eine der schönsten E-Mails die ich je bekommen habe. Ich freu mich so wahnsinnig darauf, dass die Tour wieder losgeht. Damals nach 6 Shows nach Hause zu fahren war krass. Genau 2 Jahre später legen wir dann wieder los! Und bringen so viel neue Musik mit. Ich habe wahnsinnig viel geschrieben in der Zwischenzeit und natürlich haben wir die aktuelle EP im Gepäck … aber nicht nur die. Vielleicht kommt kurz vor der Tour ja noch eine. Man munkelt …

Nach der Blunt-Tour gehst du auf Headliner Tour, die dich in viele deutsche Metropolen und bis nach Zürich in die Schweiz führen wird. Wie werden deine Konzerttermine aussehen, denen die aktuell noch geltenden Hygiene-Maßnahmen hoffentlich keinen Abbruch tun werden?

Roberts: Es ist ja aktuell superschwierig eine Prognose zu erstellen, wie unser Leben mit der Pandemie in einem halben Jahr aussehen wird. Wir hoffen natürlich alle, dass 2022 das krasseste Konzertjahr wird, und alles, was jetzt angekündigt und geplant ist, auch stattfinden kann.

Ich freue mich so sehr auf meine erste eigene Tour! Und werde so dick auffahren! Meine Band und ich sind schon ganz heiß drauf. Ich bin ja ein sehr visueller Mensch und werde auch dafür sorgen, dass die kleinen Clubs, in den wir spielen, an diesen Abenden noch mehr magischen Charme haben als sowieso schon. Ich hoffe, ihr kommt alle rum und singt mit mir!

James Blunt x Emily Roberts – Tour Support

  • 9. 3. 22 Zürich, Hallenstadion
  • 27. 3 .22 München, Olympiahalle
  • 28. 3. 22 Mannheim, SAP Arena
  • 29.03.22 Antwerpen, Lotto Arena
  • 30.03.22 Frankfurt, Festhalle
  • 1. 4. 22 Stuttgart, Hanns-Martin-Schleyer Halle
  • 2. 4. 22 Hamburg, Barclaycard Arena
  • 3. 4. 22 Hannover, ZAG Arena
  • 4. 4. 22 Köln, Lanxess Arena
  • 6. 4. 22 Lingen, Emslandarena
  • 8. 4. 22 Straßburg, Zénith
  • 9. 4. 22 Oberhausen, König-Pilsener-Arena
  • 11. 4. 22 Wien, Stadthalle
  • 12. 4. 22 Innsbruck, Olympiahalle
  • 13. 4. 22 Nürnberg, Arena Nürnberger Versicherung

Emily Roberts – Headliner-Tour zu ihrem Album „Not in Love“

  • 20. 4. 22 Köln, Yuca
  • 21. 4. 22 Stuttgart, Im Wizemann
  • 22. 4. 22 Zürich, Exil
  • 23. 4. 22 München, Mila
  • 28. 4. 22 Berlin, Kantine am Berghain
  • 29. 4. 22 Hannover, Lux
  • 30. 4. 22 Hamburg, Hebebühne
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