Filmfest Hamburg: Der Ehrenpreis ist ihr sicher!
Das Filmfest Hamburg hat dieses Jahr eine Oscar-Gewinnerin zu Gast, die nun noch einen Preis kriegt: Dame Helen Mirren.

kurz gesagt
Vom 24. September bis 3. Oktober läuft das Filmfest Hamburg, und sein berühmtester Gaststar steht schon fest: Den Douglas Sirk Preis, der seit 1995 beim Festival vergeben wird, bekommt in diesem Jahr Dame Helen Mirren.
Festivalleiterin Malika Rabahallah begründet die Entscheidung so: „Helen Mirren gehört zu den großen Schauspielerinnen des internationalen Kinos. Sie hat die außergewöhnliche Fähigkeit, selbst ikonischen Figuren Widersprüchlichkeit, Humor und Menschlichkeit zu verleihen.“ Damit spielt sie darauf an, dass Mirren mittlerweile zahlreiche historische Persönlichkeiten gespielt hat, darunter die Queen, Golda Meir, Katharina die Große und Ayn Rand.

Und natürlich hat Rabahallah recht. Zugleich riecht die Auszeichnung auch ein bisschen nach verpasster Chance, immerhin gehört Mirren mit einem Oscar, drei Golden Globes, vier BAFTAs, fünf Emmys, zwei Preisen aus Cannes und noch vielen weiteren zu den meistausgezeichneten Schauspieler:innen überhaupt. Ob sie für den Douglas Sirk Preis überhaupt noch Platz im Regal hat? Oder ist es ein bisschen so, als hätte das FilmFest entschieden, Elon Musk ein wenig Geld zuzustecken oder Friedrich Merz ein Fettnäpfchen?
Egal, natürlich gönne ich der 81-Jährigen die Auszeichnung. Und bin schon sehr neugierig auf ihren Auftritt in Anton Corbijns „Ein Talent fürs Morden“, der beim FilmFest gezeigt wird und in dem Mirren die Autorin Patricia Highsmith spielt. Die hat sich im Alter in die Schweiz zurückgezogen und will eigentlich nur noch in Ruhe gelassen werden, doch ein junger Agent, gespielt von Alden Ehrenreich, will sie überzeugen, ein letztes Buch über ihre bekannteste Figur Tom Ripley zu schreiben. Klingt erst mal herzerwärmend, ist aber in Wahrheit ein Thriller. Was will man mehr?
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