Bei Fischer-Z knallen die Korken zur Jubiläumstour
Hinter ihnen liegt ein halbes Jahrhundert Bandgeschichte – und für Frontmann John Watts ist auch mit 70 noch lange nicht Schluss.

Fischer-Z erarbeitete sich schnell den Ruf, auf der Bühne keine Konfrontationen zu scheuen. Das verdankt die Band vor allem Frontmann John Watts. „Ich hatte buchstäblich den ganzen Tag mit Psychopathen zu tun, also hatte ich vor der Punk-Menge keine Angst“, erklärt Watts, der in den 70ern noch als klinischer Psychologe tätig war. Die britische Post-Punk und New-Wave-Band machte sich schnell einen Namen mit politischen und teils provokanten Texten und trat schon bald mit Größen wie Bob Marley, The Police oder Dire Straits auf. Mit ihrem dritten Album „Red Skies over Paradise“ (1981) katapultierten sie sich auf Platz sechs der deutschen Album Charts – bis heute ihre höchste Platzierung.
Wenig später wurde John Watts als Solokünstler aktiv. Fischer-Z löste sich kurzfristig auf, dann baute Watts die Band mit neuer Besetzung wieder auf und verfolgte seine Solo-Karriere nebenbei. Erst 2025 veröffentlichte er sein Multimedia-Projekt „PUNKT!“, das neben Musik auch zehn Kunstwerke und einen Kurzfilm enthält. Damit will der 70-jährige auch noch lange nicht aufhören, sondern weiterhin Kunst machen, die „so gut ist wie alles, was ich bisher gemacht habe“. Nach diesem Versprechen kann man sich nur umso mehr auf die große Jubiläumstour freuen, mit der Fischer-Z diesen Herbst das 50-jährige Bestehen der Band feiert.
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