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„FURIE“ von Alicia Edelweiss: Maximaler Flügelschlag
Auf ihrem neuen Album huldigt Alicia Edelweiss den vielen Ausdrücken weiblicher Wut. In neun Tracks geht die britisch-österreichische Sängerin der Frage nach, was es bedeutet, eine Furie zu sein.

Beim zweiten Album der österreichisch-britischen Sängerin Alicia Edelweiss ist der Name Programm: Furien, das waren in der römischen Mythologie geflügelte Rachegöttinnen, die für Neid, Aggression, Vergeltung standen – Verhaltensweisen, die Frauen im Laufe der Jahrhunderte aberkannt und zum Tabu wurden.
Die Auseinandersetzung mit patriarchal bedingten Sexismen durchzieht entsprechend auch die acht bzw. neun (digital gibt’s einen Bonustrack) hier vorgestellten, üppig orchestrierten Songs von teils epischer Länge: Gute neun Minuten dauert „The Fall, the Fly and the Water“, das Herzstück – fast ein Symphoniesatz also. Immer wieder sinniert Edelweiss dabei über ihre eigenen Furienanteile: über das Ausbrechen aus toxischen Beziehungen, schwesterliches Empowerment, Feel-Good-Feminismus und Situationen, in denen (sinnbildliches) Augenauskratzen vielleicht die bessere Lösung gewesen wäre.
Alicia Edelweiss: Neues Album mit vielfältigen Einflüssen
Textlich wird dabei zum Glück durchweg gedichtet, nicht bloß gereimt. Es kann folglich schon einmal dauern, bis sich der Punkt eines Tracks offenbart. Und trotz einer ganzen Bandbreite an Einflüssen – Edelweiss nennt unter anderem The Flaming Lips, Taylor Swift, Phoebe Bridgers, Big Thief, Andrew Bird, Grimes und FKA Twigs (letztere hat vor Kurzem auch ein Album rausgebracht) – hat die 33-Jährige zu einem eigenen Sound gefunden, der die Opulenz mit Tüll und Kirchenglocken feiert – und das innere Flügelwesen aus dem Käfig lässt.
Musik


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Hörenswert

- Review
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