FILM

Goldene Himbeeren: „Cats“ räumt sechs Razzies ab

„Cats“, die Verfilmung des gleichnamigen Bühnenmusicals von Sir Andrew Lloyd Webber, ist schon jetzt als legendärer Flop in die Filmgeschichte eingegangen. Bereits nach Veröffentlichung des ersten Trailers war der mit Stars wie Taylor Swift, Idris Elba und Judi Dench besetzte Film eine beliebte Zielscheibe für Spott und daraufhin wegen aufwändiger Überarbeitungsprozesse in den Schlagzeilen. Aber auch die haben nicht geholfen: „Cats“ erhielt sechs Goldene Himbeeren – und ist damit der unangefochtene „Gewinner“ der diesjährigen Razzie-Awards.

Hilary Duff und Rebel Wilson erhalten Goldene Himbeeren

Der Film hat sich in der Kategorie „Schlechtester Film“ unter anderem gegen das Action-Sequel „Rambo: Last Blood“ durchgesetzt, weiterhin erhielten den Schmähpreis Hilary Duff als schlechteste Schauspielerin (neben ihr war – ebenfalls für „Cats“ – auch Francesca Hayward nominiert), Oscar-Preisträger Tom Hooper („The King’s Speech“, „Les Misérables“) für die schlechteste Regie, Late-Night-Moderator James Corden als schlechtester Nebendarsteller und Rebel Wilson für die schlechteste Nebendarstellerin (statt Judi Dench, die auch nominiert war). Ferner gingen Goldene Himbeeren für das schlechteste Drehbuch und das schlechteste Leinwandpaar (für zwei beliebige halb katzenartige / halb menschliche Haarbälle) an „Cats“.

Schmähpreise für Travolta und Stallone – und die Rehabilitierung von Eddie Murphy

Die restlichen Preise teilten John Travolta (Schlechtester Schauspieler in „The Fanatic“ und „Trading Paint“) und „Rambo: Last Blood“ (als schlechteste Neuverfilmung oder Fortsetzung sowie in der 2019 eingeführten neuen Kategorie „Schlechteste rücksichtslose Missachtung von Menschenleben und Gemeingut“) unter sich auf – und Eddie Murphy, der für seine Rolle im Netflix-Biopic „Dolemite is My Name“ den einzigen positiv konnotierten Award erhielt: den Razzie Redeemer Award, der an Ex-Himbeeren-Gewinner*innen verliehen wird, die sich mit als gelungen empfundenen Leistungen rehabilitiert haben. Auch Jennifer Lopez (für „Hustlers“), Adam Sandler (für „Uncut Gems“), Will Smith (für „Aladdin“) und Keanu Reeves (für „John Wick: Kapitel 3“ sowie „A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando“) waren Anwärter*innen auf den Preis.

Den Negativpreis, der als Gegengewicht zur Oscar-Verleihung fungieren soll und über dessen Originalität trotzdem trefflich gestritten werden kann, gibt es seit 1981. Aufgrund der Coronakrise wurde er 2020 erstmals nicht vor Publikum vergeben. msb

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